Wohngesundheit

Wohlfühlklima in sämtlichen Räumen

Moderne Fertighäuser können individuell geplant werden und bieten ein gesundes Wohnumfeld. Bilder: djd/Weberhaus

Immer mehr Menschen achten beim Bauen auf die Verwendung schadstofffreier Baustoffe

Ostfriesland. Gesund wohnen und leben bedeutet auch gesund bauen. Immer mehr Menschen machen sich Gedanken über Ausdünstungen von Baustoffen, Belastungen durch Schimmelpilze, Formaldehyd oder flüchtige organische Stoffe (VOC). Schadstoffe in der Raumluft können die Ursache für quälende Kopfschmerzen, permanente Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein und unterschiedliche Erkrankungen sein. „Bodenbeläge, Putze oder Farben sind potenzielle Schadstoffquellen, die die Luftqualität negativ beeinflussen können“, erklärt Bauen-Wohnen-Experte Oliver Schönfeld vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Eine große Rolle beim Thema Wohngesundheit spielen aber ebenso eine angenehme Raumtemperatur oder der Schutz vor Lärm.

Zertifikat für die Wohngesundheit: Stammt das Holz für die Gebäudehülle aus kontrollierter Forstwirtschaft? Wurde es mit einem schädlichen Holzschutzmittel behandelt? Welche Klebstoffe werden zur Verlegung des Laminats verwendet? Wollen Häuslebauer ökologisch bauen und belastende Bau- und Ausbaustoffe vermeiden, müssen sie auf viele Details achten. Hilfreich können hier Prüf- und Gütezeichen sein. Die durchschnittlichen Werte für Formaldehyd liegen deutlich unter den strengen Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute (AGÖF).

Ökologische Gebäudehülle aus Holz: Generell hat Holz als Baustoff den Vorteil, dass es Wasserdampf aus feuchter Luft aufnimmt und ihn bei Trockenheit wieder abgibt. Das sorgt für ein gesundes Raumklima. Häuser mit einer ökologischen Gebäudehülle aus Holz bieten zudem einen guten Dämm- und Schallschutz. Auch die richtige Haustechnik kann viel zum Rundumwohlgefühl beitragen. Sinnvoll ist beispielsweise eine moderne Wärmepumpentechnik, wie sie in vielen Fertighäusern eingesetzt wird. Diese Anlage tauscht regelmäßig die Luft im Haus vollständig aus und schafft so ein optimales und ausgeglichenes Raumklima hinsichtlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität. Gerade Allergiker könnten zudem über den Einbau eines Pollenfilters nachdenken.

Wer einen Neubau plant, kann von vornherein Einfluss auf die Wohngesundheit nehmen. Die vorwiegende Verwendung von Naturbaustoffen und der Verzicht auf billige Materialien können hier einen entscheidenden Vorteil bringen.

Wenn es um den Innenausbau geht, stehen Naturfarben bzw. Baustoffe, die mit einem der Umweltlabels ausgezeichnet sind, ganz oben auf der Checkliste. Bauherren können beispielsweise auf diese verlässlichen Qualitätszeichen achten wie der Blaue Umweltengel, Natureplus und das TÜV Siegel. -djd

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