Aurich

Aurich
22.06.2012

Der „Strahlenkäfig“ ist das Herzstück

Landrat Harm-Uwe Weber (links) und Bauunternehmer Helmut Ubben befüllten gestern Vormittag eine Messingrolle. Im Hintergrund ist der Betonquader zu sehen, in dem später der Linearbeschleuniger für die Strahlentherapie an der Ubbo-Emmius-Klinik untergebrac
Landrat Harm-Uwe Weber (links) und Bauunternehmer Helmut Ubben befüllten gestern Vormittag eine Messingrolle. Im Hintergrund ist der Betonquader zu sehen, in dem später der Linearbeschleuniger für die Strahlentherapie an der Ubbo-Emmius-Klinik untergebrac

von Gabriele Boschbach

Landrat Harm Weber legte am Donnerstag den Grundstein für eine neue Krankenhausabteilung. Der Anbau dient der Unterbringung des Linearbeschleunigers für die Krebstherapie.

Aurich - Noch in diesem Jahr soll die neue Fachabteilung für Strahlentherapie an der Ubbo-Emmius-Klinik fertig werden. Das sagte Helmut Ubben Donnerstagvormittag. Der Junior-Chef des gleichnamigen Auricher Bauunternehmens legte am Donnerstag gemeinsam mit Landrat Harm-Uwe Weber den Grundstein für das fünf Millionen Euro teure Projekt. Die beiden Männer versenkten eine mit Bauplänen und einer Lokalzeitung gefüllte Messingrolle im Mauerwerk und spachtelten die Öffnung anschließend mit Zement zu.

Während die rund 50 Gäste bei der kleinen Feierstunde anlässlich der Grundsteinlegung die Dimensionen des künftigen Gebäudes anhand der bereits verlegten Bodenplatte nur erahnen konnten, ragte das Herzstück des Baukörpers schon gut sichtbar in die Höhe: ein zehn Meter langer und vier Meter hoher Betonquader, der sogenannte Strahlenkäfig. Diese Hülle mit ihrer Manteldicke von 1,74 Metern bildet später das Gehäuse für einen Linearbeschleuniger der allerneuesten Generation.

Für dessen Herstellung habe man 1500 Tonnen Schwerbeton verarbeitet. Das sagte Landrat Harm-Uwe Weber in seiner Festansprache. Mit diesem medizinischen Gerät können krebskranke Patienten behandelt werden. Es stammt von der kalifornischen Firma Varian, die sich beim Bieterverfahren gegen den Mitbewerber Siemens durchgesetzt hatte. Der jetzt angeschaffte Linearbeschleuniger gehört zu einem sehr präzise arbeitenden Gerätetyp, der so konzipiert sei, dass er das gesunde Gewebe noch mehr schone als die Maschinen der vorherigen Generationen. Alleine für die Anschaffung dieser Ausrüstung zahle man drei Millionen Euro.

Schreiben Sie einen Kommentar zu diesem Artikel

Sie können maximal 1500 Zeichen eingeben.

Die Online-Angebote der Zeitungsgruppe Ostfriesland

© ZGO Zeitungsgruppe Ostfriesland GmbH