Leer

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22.06.2012

Mehr Fußgängerzone wird gewünscht

Eine Empfehlung lautet, die Brunnenstraße vom Antiquariat Hecht (rechts) bis zur Buchhandlung „Tatort Taraxacum“ (im Bild hinten) in eine Fußgängerzone umzuwidmen. Bild: Gräfe
Eine Empfehlung lautet, die Brunnenstraße vom Antiquariat Hecht (rechts) bis zur Buchhandlung „Tatort Taraxacum“ (im Bild hinten) in eine Fußgängerzone umzuwidmen. Bild: Gräfe

Von Gerwin Gräfe

Die Planungswerkstatt macht Vorschläge zur Brunnenstraße in der Leeraner Altstadt. Sie könnte abschnittsweise für den Autoverkehr gesperrt werden. Die Anregung ist allerdings umstritten.

Leer - In welche Richtung soll sich Leer entwickeln? Wo tun Veränderungen not? Darüber hatten sich Teilnehmer der „Planungswerkstatt Innenstadt Leer“ Gedanken gemacht. Ein Thema war die Belebung der Altstadt. Unter Punkt D 2.5 wurde ein neuralgischer Verkehrsknotenpunkt angesprochen: die Brunnenstraße.

Einige Teilnehmer der Arbeitsgruppe regten an, die Fußgängerzone von der unteren Mühlenstraße bis zur Rathausstraße zu verlängern. Andere wiesen darauf hin, dass Kunden bei den Geschäften direkt vorfahren wollten. Das Ergebnis deckt sich mit einer Umfrage, die die OZ vor einiger Zeit unter Kaufleuten in der Brunnenstraße durchgeführt hatte. Damals ging es darum, die Brunnenstraße von der Apotheke bis zur Buchhandlung „Tatort Taraxacum“ für Autos zu sperren. „Dann bleiben uns die Kunden weg“, fürchteten viele Kaufleute.

Es wurde angeregt, vor dem „Tatort Taraxacum“ einen Platz zu pflastern

Zur Vorstellung, die Brunnenstraße zumindest teilweise zu einer Fußgängerzone umzuwidmen oder den Verkehr zu verlangsamen, passte die Anregung, vor dem „Tatort Taraxacum“ einen Platz zu pflastern. Eine Teilnehmerin schlug vor, ihn Liesel-Aussen-Platz zu nennen. Das siebenjährige jüdische Mädchen wurde zusammen mit seiner Familie im Konzentrationslager Sobibor ermordet.

„Ich würde es begrüßen, wenn ab dem Antiquariat Hecht bis zum Taraxacum eine autofreie Zone eingerichtet wird“, bezieht Kaufmann Johannes Dröge aus der Brunnenstraße klar Position. Der Vorsitzer des Vereins „Freunde historische Altstadt Leer“ fügt aber gleich hinzu: „Das ist meine persönliche Auffassung und nicht die Mehrheitsmeinung.“ Seiner Ansicht nach sollte man einen zeitlich begrenzten Test durchführen.

Bevor ein „befristeter“ Probelauf angeordnet werden könne, würden erst die Anglieger gehört

Bürgermeister Wolfgang Kellner steht einem „befristeten Probelauf“ für eine Fußgängerzone in der Brunnenstraße ebenfalls positiv gegenüber. Entschieden sei aber noch nichts. Bevor etwas angeordnet werde, würden erst die Anlieger gehört, betont Kellner.

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Real Supergrobi
24.06.2012 um 19:20 Uhr:
Leer diskutiert zuviel und will es jedem recht machen, einfach machen dann wird das schon, nicht mehr Frau Meyer oder Opa Pandi fragen, sonst verliert Ihr den Anschluss! Ich wohne zwar nicht mehr in Leer glaube aber, dass sich die Diskussionen bzgl. ECE und anderen heißen Themen zu einem Negativum für die Stadt entwickeln. Eine Weiterentwicklung der Fußgängerzone über den eigentlichen Bereich hinaus halte ich für problematisch, da dieser Bereich eigentlich tot ist und letztendlich nur für Besucher interessant ist, es ist schwierig, denn gerade hier liegt die Keimzelle der Stadt Leer, aber dafür benötigt man ein tragfähiges Konzept, wofür Leer sicherlich kein Geld hat.

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