Wirtschaft
Riesenkran von Neermoor nach Krefeld

Neermoor - Es ist vollbracht, könnte man sagen, jetzt muss das gute Stück nur noch nach Krefeld (Nordrhein-Westfalen) gebracht werden. Die Siempelkamp Krantechnik hat den Bau eines Krans abgeschlossen, der nach Unternehmensangaben zu den größten zählt, die in den vergangenen 25 Jahren in Neermoor gefertigt wurden. Der Gigant ist fast 27 Meter lang und kann Lasten mit einem Gewicht von bis 240 Tonnen heben.
Rund vier Monate habe die Bauzeit betragen, so das Unternehmen, das früher E&W Anlagenbau hieß und seit einigen Jahren zur Siempelkamp-Gruppe gehört. Die auf den Bau von Kränen spezialisierte Konzerntochter in Neermoor hat 68 Beschäftigte, 2011 habe der Umsatz bei rund zwölf Millionen Euro gelegen. „Der Auftrag über den 240-Tonnen-Kran hat im ersten Quartal des laufenden Jahres für eine solide Grundauslastung in allen Abteilungen gesorgt“, heißt es. Denn der Stahlgigant wurde nicht nur in Neermoor zusammengebaut, dort wurde er auch konstruiert.
Zur Höhe des Auftragsvolumens macht Siempelkamp Krantechnik keine Angaben. Auftraggeber ist ein Schwesterunternehmen im Konzern. Der Großkran soll in Krefeld künftig eine riesige Drehmaschine – Durchmesser: 16 Meter – mit Werkstücken versorgen. „Es geht um ganz unterschiedliche Bauteile aus Metall“, so das Unternehmen. Am Freitag wurde mit der Demontage des 90 Tonnen schweren Kolosses begonnen. Vier Schwertransporte sollen die Einzelteile demnächst nach Krefeld bringen – als Kolonne in der Nacht über die Straßen.

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