Emden
Wo aus Gras schnell ein Berg wird

Emden - Dr. Katharina Henkel blickt auf ein Bild, hebt temperamentvoll an, um über die drei Berge zu sprechen. Aber die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Emder Kunsthalle kommt nicht weit. Herbert Brandl – er hat das Bild gemalt – unterbricht lächelnd mit dem Einwurf: „Das sind keine Berge, das sind Nordseewellen.“ Richtig. Wenn man länger hinsieht, können es auch gewaltige Wellenberge sein. Aber egal. Ob Berg oder Nordsee. Beides sind „Landschaften“. Das ist auch der Titel der Ausstellung mit den Bildern des Österreichers, der zu den wichtigsten Künstlern seines Landes zählt.
Es ist hochaktuell, was Brandl präsentiert. Der 1959 geborene Künstler hat fast alle 60 Werke, die in Emden gezeigt werden, in diesem und im vergangenen Jahr gemalt. Die meisten Bilder sind erstmals in Emden zu sehen.
Es ist ein Blick in die moderne Malerei, den die Kunsthalle gewährt
Es sind Bilder, die regelrecht „leuchten“, meinte am Freitag bei der Pressekonferenz Dr. Frank Schmidt, wissenschaftlicher Leiter der Kunsthalle. Den Effekt verstärkte Kuratorin Henkel – sie ist verantwortlich für die Ausstellung – noch dadurch, dass möglichst viel natürliches Licht auf die Bilder fällt.
Es ist ein Blick in die moderne Malerei, den die Kunsthalle gewährt. Brandl, der für die Ausstellung aus Wien nach Emden kam, nutzt nicht nur die gängige Technik mit Ölfarbe, Pinsel und Leinwand, sondern malt auch auf Acrylplatten, auf denen er die Farben mit Lappen verwischt. Sie werden dann als einfarbige Monotypen gedruckt. Dabei ergeben sich besondere Effekte.
Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Sonnabend, 23. Juni, in der Ostfriesen-Zeitung

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