Rheiderland
Bunder erfüllt sich einen großen Traum

Bunde - Die rot-weiße Mini-Lok sieht genau so aus wie ihr reales Gegenstück zu DDR-Zeiten. Und sie klingt auch so – ein computergesteuerter Soundchip sorgt dafür. Das Modell „119“ ist eine von 150 Loks, die der 59 Jahre alte Bunder Dieter Hunken sein Eigen nennt. Dazu kommen rund 500 Waggons. Die gewaltige Sammlung soll jetzt auf die Schiene: In der Bunder Mühle soll in den kommenden Jahren eine bis zu 120 Quadratmeter große Anlage aus Bahnhöfen und Landschaften entstehen.
Es ist ein gemeinsames Projekt von Freizeitmüller Dieter Hunken und seinem 28-jährigen Sohn Arno, der die Leidenschaft des Vaters geerbt hat. In einem leerstehenden Nebenraum des Cafés soll in der nächsten Zeit mit den Arbeiten begonnen werden. Mehrere hundert Meter Gleise im Format „H 0“ sollen verlegt und die Bahnhöfe in Bunde, Weener, Leer, Emden und Neuschanz nachgebaut werden.
Von der Deutschen Bahn hat sich Hunken die Gleispläne aus der Zeit besorgt
„Die Pläne haben wir schon fertig“, sagt Dieter Hunken. „Wir nehmen die 1960er und 1970er Jahre als Grundlage, weil damals noch Dampfzüge fuhren.“ Denn die eleganten schwarzen Loks mit ihren Tendern will Hunken natürlich auch auf die Fahrt schicken.
Von der Deutschen Bahn hat sich Hunken die Gleispläne aus der Zeit besorgt. Die vergleicht er mit aktuellen Satellitenaufnahmen aus dem Internet. So entstehen originalgetreue Anlagen im Maßstab 1:87.
Einiges ist schon fertig, etwa ein Nachbau des Bunder Bahnhofs aus dem Jahr 1935, den Hunken bereits vor Jahren anfertigte. Derzeit probiert er den Nachbau des früheren Bahnbetriebswerks in Emden aus. Funktionsfähig ist bereits ein Verladekran, den Hunken mit einem Computer-Joystick steuern kann.

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