Rheiderland
Friesenbad Weener feiert 40. Geburtstag

Weener - Das Friesenbad in Weener feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen mit einem Freibadfest am Sonntag, 15. Juli. Alle Besucher haben an diesem Tag freien Eintritt. Gemeinsam mit der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) hat die Friesenbad GmbH ein buntes Programm mit Live-Musik, Spielen und einem Wasserballturnier organisiert.
Das Friesenbad wurde nach vierjähriger Planungs- und Bauzeit am 1. Juli 1972 eröffnet. Die Baukosten beliefen sich damals auf knapp 1,5 Millionen Mark. Für die Finanzierung erhielt die Stadt etwa eine Million Mark Zuschüsse. Das Freibad wurde damals vor allem für den Tourismus als großer Gewinn betrachtet. Laut Statistik kamen im ersten Jahr 102 069 Besucher. „Für die Bevölkerung hat das Freibad einen enormen Stellenwert“, sagte Hermann Welp, Geschäftsführer der Friesenbad GmbH im Gespräch mit der OZ. Das zeigt sich auch beim Blick auf die Besucherzahlen. „Während andere Freibäder im schlechten Sommer 2011 bis zu 40 Prozent weniger Besucher verzeichneten, kamen bei uns nur vier Prozent weniger Badegäste als im Jahr davor“, berichtete Welp. Ein Grund dafür liegt in der Wassertemperatur des Friesenbades. Während die Temperatur in den meisten Freibädern nicht über 23 Grad liegt, herrschen im Freibad in Weener stets 28 bis 29 Grad. Darum scheuen die Schwimmer hier auch bei kühlen Außentemperaturen den Sprung ins Becken nicht.
Warmes Wasser gibt’s zum Nulltarif
Das Besondere: Die Friesenbad GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Weener, braucht für den Betrieb des Bades fast keine Gaskosten aufzuwenden. Warmes Wasser fürs Schwimmbecken und die Duschen gibt’s zum Nulltarif. Dafür wird Fernwärme der Papierfabrik Klingele genutzt. So kann das Friesenbad jedes Jahr schon Mitte April öffnen und ist damit anderen Freibädern viele Wochen voraus.
Im Jahr 2009 wurden das Gebäude und die Außenanlagen des Freibades für knapp 1,5 Millionen Euro saniert. Wie beliebt das Bad ist, zeigt sich an der Zahl der Frühschwimmer, die von 6 bis 8 Uhr im Becken ihre Bahnen ziehen. „30 stehen schon um 6 Uhr auf der Matte“, berichtete Schwimmmeister Hans-Dieter Krämer. Auf die Freibadfans ist Verlass: „250 Besucher kommen immer – auch bei miesem Wetter.“

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