Rheiderland
Fast 250 gute Ideen gegen Langeweile

Weener - Langeweile in den Sommerferien – das „Gegenmittel“ bekommen Kinder und Familien im Rheiderland für nur einen Euro. So viel kostet der Ferienpass, den die Rheiderlandkommunen Weener, Bunde und Jemgum zum 18. Mal gemeinsam herausgeben. Auf 132 Seiten gibt es fast 250 Aktivitäten von Kreativangeboten, Spielfesten bis hin zu Sportveranstaltungen. Bei der Auswahl Wert darauf gelegt, besonders viele Alters- und Interessengruppen anzusprechen. Auch Betriebsbesichtigungen stehen wieder auf dem Programm. Unter anderem können die Kinder die Polizei in Weener besuchen oder das Wasserwerk besichtigen.
Im Preis für den Ferienpass enthalten sind unter anderem auch Ermäßigungsgutscheine für die Kinos in Leer und Papenburg, die Minigolfanlage in Weener und für das Friesenbad. Für das Freibad gibt es diesmal übrigens keine Freikarten. „Das wurde im vergangenen Jahr von einigen zu sehr ausgenutzt“, erklärte Axel Förster, Stadtjugendpfleger in Weener, der am Donnerstag mit Vertretern aus den anderen Gemeinden das Ferienprogramm der Presse vorstellte.
Heft erscheint mit einer Auflage von 2600 Stück
Ab Montag, 9. Juli, wird der Ferienpass in Schulen, Kindergärten, dem Jugendbüro Bunde und in den Rathäusern ausgegeben. Das Titelbild wurde auch in diesem Jahr wieder bei einem Malwettbewerb ausgesucht. Gewinnerin war Thelke Smidt (11) aus Ditzum. Das dicke Heft erscheint mit einer Auflage von 2600 Stück. „Und die werden meist auch alle verkauft“, berichtete Förster. Der Pass werde über Werbung mitfinanziert. Der Überschuss wird laut Förster in Vergünstigen gesteckt. „Wir möchten vor allem Familien, die wenig Geld haben, entlasten.“ Darum seien auch die Preise für Fahrten um zwei bis drei Euro gesenkt worden. Ein weiterer Beitrag zu mehr Familienfreundlichkeit: Bei den meisten der 25 Fahrten und Ausflüge können auch Eltern, Großeltern und Geschwister mitfahren.
Neu in diesem Jahr: 40 Prozent der Angebote können erstmals auch übers Internet - über die Homepage der Gemeinden - gebucht werden. Buchungen werden außerdem in den Rathäusern und im Jugendbüro Bunde angenommen. „Im Vergleich zu anderen Städten und Gemeinden ist unser Ferienpass vielfältiger und umfangreicher“, betonte der Bunder Jugendpfleger Werner Hoffmann. „Bei den Angeboten stellen die Feuerwehren, Vereine, aber auch viele Privatpersonen das breite Gerüst und geben sich unheimlich Mühe - ohne die wären wir nichts“, lobte Förster das ehrenamtliche Engagement für den Ferienpass. Noch stärker einbinden könnten sich nach seiner Vorstellung die Sportvereine. „Sie könnten einfach nur mal Schnuppernachmittage anbieten“, so seine Anregung. Schließlich könnten die Vereine selbst auch davon profitieren. „Das ist Nachwuchsförderung.“

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