Rheiderland

Holthusen
12.07.2012

Landkreis Leer fördert die Tagesbetreuung

Lothar Wagner (von links), Leiter der Grundschule Holthusen, Kindergartenleiterin Gesine Roskam, Erzieherin Svenja Reents, Jugendamtsleiterin Adelheid Andresen, Erster Kreisrat Rüdiger Reske und Manfred Giese, allgemeiner Stellvertreter des Bürgermeisters der Stadt Weener, stellten am Mittwoch gemeinsam das Angebot der Tagespflege als Ergänzung zur Ganztagsschule in Holthusen vor. Bild: Gettkowski
Lothar Wagner (von links), Leiter der Grundschule Holthusen, Kindergartenleiterin Gesine Roskam, Erzieherin Svenja Reents, Jugendamtsleiterin Adelheid Andresen, Erster Kreisrat Rüdiger Reske und Manfred Giese, allgemeiner Stellvertreter des Bürgermeisters der Stadt Weener, stellten am Mittwoch gemeinsam das Angebot der Tagespflege als Ergänzung zur Ganztagsschule in Holthusen vor. Bild: Gettkowski

Von Tatjana Gettkowski

Nach 15 Uhr kümmert sich eine Erzieherin um die Grundschüler in Holthusen. Derzeit machen die Eltern von zwei neun- und siebenjährigen Kindern von dem Angebot für Berufstätige Gebrauch.

Holthusen - Eltern wissen ihre Kinder an der Ganztagsgrundschule Holthusen gut aufgehoben. Nach dem Unterricht gibt es dort von montags bis donnerstags ein gemeinsames Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und anschließend diverse Freizeit- und Sportangebote. Um 15 Uhr endet die Ganztagsschule. Für Berufstätige, die erst später Feierabend haben, wird jetzt über diese Zeit hinaus eine ergänzende Kinderbetreuung angeboten. Bis 17 Uhr werden die Grundschüler im Kindergarten betreut. Dieses Angebot wird künftig vom Landkreis Leer gefördert. Am Mittwoch wurde es der Presse vorgestellt.

Bislang gab es in Holthusen einen Hort für die Grundschüler. Sechs Kinder wurden dort betreut. Als an der Grundschule das Ganztagsangebot eingeführt wurde, ging die Nachfrage nach einer Hortbetreuung zurück. „Für den Hort gab es lediglich zwei Anmeldungen“, berichtet Schulleiter Lothar Wagner.

Eltern sollen ganztags arbeiten, wenn sie das möchten

Weil es den Hort nicht mehr gibt, werden die zwei Kinder im Alter von sieben und neun Jahren jetzt im Kindergarten betreut, bis sie dort um 17  Uhr von ihren Eltern abgeholt werden. Erzieherin Svenja Reents kümmert sich dort um die Mädchen und Jungen. Vormittags ist sie als Erzieherin im Kindergarten Holthusen beschäftigt, nachmittags holt sie die Kinder von der Grundschule ab und übernimmt die Betreuung.

„Ich gehe auf die individuellen Wünsche der Kinder ein. Sie möchten zum Beispiel oft auf den Spielplatz“, erzählt sie. Der Tagesablauf sei für die Kleinen häufig so vollgepackt, dass sie über das Erlebte reden oder sich noch einmal richtig austoben wollten. „Als Träger des Kindergartens und der Schule sind wir froh, dass sich das Angebot fortsetzen lässt. Der Bedarf ist da“, sagte Manfred Giese, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Er geht davon aus, dass die Nachfrage wächst, wenn das Angebot sich erst herumspricht. „Wir wollen Eltern, die ganztags arbeiten möchten, die Möglichkeit dazu geben“, nannte der Erste Kreisrat Rüdiger Reske den Grund, warum der Landkreis dieses Angebot fördert.

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