Wirtschaft
IHK: Hafen ist zu finanzieren

Emden - Die schon überfällige Realisierungsstudie zum Bau eines neuen Emder Hafens am Rysumer Nacken soll Mitte August fertig sein. Darin werde auch ein Finanzierungsvorschlag gemacht, „den niemand ablehnen kann“, sagte am Freitag Arno Ulrichs von der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK).
Die Realisierungsstudie zum Emder Hafen ist von der IHK, dem Hafenbetreiber Niedersachsen-Ports und der Stadt Emden in Auftrag gegeben worden. Die Studie soll aufzeigen, ob ein neuer Emder Hafen am tieferen Wasser technisch, baulich und finanziell umsetzbar ist. Die Studie war bereits für den Mai angekündigt worden, verzögerte sich aber. Ulrichs begründete das vor allem damit, dass noch Untersuchungen über das Strömungsverhalten der Ems am Rysumer Nacken durch das Bundesamt für Hydrografie gemacht werden mussten.
Keimzelle der Investitionen soll der bestehende Anleger der AG Ems sein
In der Realisierungsstudie werden laut Ulrichs konkrete Zahlen über den Finanzbedarf stehen. Er wollte sich dazu am Freitag nicht konkret äußern, meinte aber, dass die Summe weit unter den Summen liege, die bislang im Zusammenhang mit dem Rysumer Nacken genannt worden sind. Die Kosten für den Bau eines neuen Hafens mit Kaianlagen für zwei große Schiffe werden auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt. Ein großer Teil davon fließt in die Verkehrsanbindung über Straße und Schiene. Die vorhandene Straße ist praktisch nutzlos, weil sie über die nicht stark belastbare Brücke am Schöpfwerk Knock führt.
Keimzelle der ersten Investitionen werde der schon bestehende Anleger der AG Ems sein, der bereits jetzt für Umschlag genutzt werden könne. Für die Straßenanbindung liefen konkrete Planungen der Stadt Emden. Zudem sei ein Verkehr über die Ems jetzt schon möglich. Das könnte beispielsweise der Offshore-Zulieferer Siag Nordseewerke nutzen, der die Fundamente für Windenergieanlagen per Schiff vom Emder Hafen zum Rysumer Nacken bringen könnte, um sie dort zwischenzulagern.
Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Sonnabend, 14. Juli, in der Ostfriesen-Zeitung.

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