Wittmund
„Ehrenamtliche Arbeit ohne Ergebnisse“

Wittmund - Einen umfangreichen Tätigkeitsbericht hielt die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen des Landkreises Wittmund, Bettina Fejes, vor dem Kreistag. Das reichte Birgitt Hedelfs (EBI) allerdings nicht.
Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stünden Bemühungen darauf hinzuwirken, dass die gesetzlichen Vorgaben verwirklicht und von den öffentlichen Stellen beachtet würden, so Fejes. In Deutschland lebe jeder zehnte Mensch mit einer schweren Behinderung. Sie hätten ein Recht darauf, dass der Staat ihre besonderen Bedürfnisse ernst nehme und danach handele. Es gehe darum, die Teilhabe behinderter Menschen am Leben in der Gesellschaft aktiv zu fördern und gleichwertige Lebensbedingungen für sie anzustreben. Daran werde im Behindertenbeirat gearbeitet. Bettina Fejes erwähnte unter anderem ihre Bemühungen in Selbsthilfegruppen, in der Arbeitsgemeinschaft der ostfriesischen Behindertenbeauftragten und in der Werkstatt für behinderte Menschen. Sie habe 166 Beratungen von Einzelpersonen, Architekten, Ingenieuren und Vereinen erledigt, habe 61 Stellungnahmen zu Bauvorhaben, Widersprüchen und Anträge für Pflegestufen abgegeben sowie 11 Ortsbegehungen im Landkreis vorgenommen. In Wittmund und den Gemeinden habe sie 82 Sprechstunden geleistet.
„Bettina Fejes leistet Außerordentliches“
Birgitt Hedelfs (EBI) kritisierte, ihr fehlten konkrete Ergebnisse in der Tätigkeitsbericht. Darauf antwortete Landrat Matthias Köring, es sei eine ehrenamtliche Tätigkeit, die Bettina Fejes leiste. „Ich bringe mich ein ohne Ende“, erklärte Bettina Fejes, sie sei überall, wo sie gebraucht werde. Es gehe nicht darum, dass die Arbeit nicht wertgeschätzt werde, es fehlten aber wichtige Angaben, kritisierte Hedelfs (EBI).
Traute Reuber (SPD), Berns Mayer (Linke) und Edeltraud Coordes (SPD) würdigten das Engagement der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen. „Bettina Fejes leistet Außerorderliches“, hieß es, allerdings könne in der Tat in Zukunft mehr auf Ergebnisse eingegangen werden. Diesen Kompromissvorschlag griff Landrat Matthias Köring auf, im nächsten Bericht werde auf Ergebnisse eingegangen, kündigte er an.

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