Norden
Ein Prosit zum Richtfest beim Altenwohnzentrum in Norden

Norden - Und dann hieß es Prost. Nachdem die Richtkrone auf dem Erweiterungsbau des AWO Altenwohnzentrums Norden angebracht war, erhoben die Vertreter der AWO, des Landkreises und der Stadt ihr Gläschen Schnaps und freuten sich nach der Zeremonie im Regen sicherlich auch über die Wärme von innen. Bewohner des Zentrums hatten die Krone gefertigt. Musikalisch begleitet wurde das Fest vom Norddeicher Shantychor 2000.
Erst im März war die Grundsteinlegung für die Erweiterung und Sanierung des AWO Altenwohnzentrums an der Schulstraße in Norden gefeiert worden. Deshalb fiel es Bürgermeisterin Barbara Schlag wohl auch schwer, die passenden Worte zu finden: „Ich habe schon so oft etwas gesagt, und ich kann mich nur wiederholen. Es ist gewaltig viel passiert, und wir sind stolz, dass es so zügig vorangeht.“ Die Bevölkerung werde immer älter. Deshalb sei es notwendig, gute Pflege und Unterkünfte vor Ort zu haben. Während die jungen Leute berufsbedingt Norden verlassen müssten, würden ältere Menschen entdecken, wie schön die Stadt zum Leben sei.
Alle Räume sind barrierefrei
Gemeinsam mit der Firma Einsiedel und Partner trägt die AWO das Investitionsvolumen von 11,6 Millionen Euro. Ziel des langanhaltenden Umbaus ist neben der vollständig energetisch sanierten und barrierefreien Raumoptimierung auch, die Räume atmosphärisch noch attraktiver zu gestalten.
Alle Appartments erhalten ein eigenes barrierefreies Bad. 60 Betten – aufgeteilt in 36 Einzel- und zwölf Doppelzimmer – kommen im neuen Gebäude unter. Ein Einzelzimmer wird rund 18 Quadratmeter, ein Doppelzimmer rund 25 Quadratmeter groß sein. „Mein Dank gilt nicht nur den Bauarbeitern, sondern auch unseren Mitarbeitern und Bewohnern, die so tapfer bisher den Baulärm ertragen haben“, sagte Bernd Kleinhaus, Leiter der Einrichtung.
Klostergarten statt Streuobstwiese
Bis Ende 2014 sollen sowohl die Sanierung als auch der Erweiterungsbau fertig sein. Dazu gehören der Einbau von Energiesparfenstern sowie die Erneuerung von Türen, Bodenbelägen, Heizkörpern, Stützarmaturen und die Neugestaltung aller Wand- und Deckenflächen. Doch damit nicht genug. Auf der Grünfläche vor dem Neubau steht eine schwedische Mehlesche. Sie ist der Anfang des neu gestalteten Gartens. Wo einst die Streuobstwiese war, soll in den folgenden Jahren ein Klostergarten entstehen – zur Erinnerung an das ehemalige Kloster Marienthal das ganz in der Nähe der Anlage war. Gespendet wurde die Esche von Stephan Backert vom Gartencenter in Hage. Er hofft, auch den restlichen Klostergarten gestalten zu können.

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