Aurich

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19.07.2012

700 Demonstranten im Auricher Kreistag

Mit Transparenten zogen die Demonstranten ins Kreishaus ein. Bild: Ortgies
Mit Transparenten zogen die Demonstranten ins Kreishaus ein. Bild: Ortgies

Von Kerstin Singer

Gegen die UEK-Sparpläne wurde am Donnerstag protestiert. In und vor der Sitzung gab es Pfeifkonzerte von Nordern, die um die medizinische Versorgung an ihrem Krankenhaus fürchten.

Aurich - Rund 700 Demonstranten verfolgten am Donnerstag im Auricher Kreistag, wie sich eine Mehrheit aus SPD und CDU dagegen aussprach, dass die chirurgische Notfallversorgung am Norder Krankenhaus in ihrer jetzigen Form aufrechterhalten wird. Das hatte ein Antrag der Grünen gefordert. Mit der Unterstützung des Kreistags will Landrat Harm-Uwe Weber nun prüfen, ob es möglich ist, dass an Wochenenden sowie nachts das angegliederte medizinische Versorgungszentrum dies übernimmt.

Mit Pfiffen und Buhrufen machten die Demonstranten deutlich, dass sie damit nicht einverstanden sind. „Wir werden aber weitermachen“, kündigte Matthias Fuchs von der Wählergemeinschaft ZOB in Norden an, die die Demo mitorganisiert hatte. Während der Sitzung hatten die Protestler Weber mit Zwischenrufen immer wieder aufgefordert offenzulegen, wo an den beiden Krankenhäusern die Verluste entstünden.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Freitag, 20. Juli, in der Ostfriesen-Zeitung.

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Gast
20.07.2012 um 11:04 Uhr:
Weshalb sollte das mit dem MVZ gehen? Das MVZ nimmt an der kassenärztlichen Versorgung teil, hier gibt es schon einen zentralen, kassenärztlichen Bereitschaftsdienst. Bezahlt wird das aus dem Honorar der niedergelassenen Ärzte. Warum sollten die damit einverstanden sein, daß das UEK seine Schulden auf dem Rücken der Kassenärzte abbauen will?

Wie man hört, hat das UEK sowieso schon genügend Schwierigkeiten Ärzte für die Arbeit in den MVZ zu finden. Das sind ja entweder zusätzliche Ärzte, Krankenhausärzte, die teilweise noch im Krankenhaus arbeiten oder Ärzte, denen das UEK den Kassenarztsitz abgekauft hat (von welchem Geld eigentlich?). Jetzt sollen die auch noch jeden Nacht Dienst machen?
Gerhard Kreuter
20.07.2012 um 12:15 Uhr:
Vetternwirtschaft und die Finanzierung von OP`s, Betten und anderer medizinischer Geräte für die "lifestyle-Ops" /Adipositaschirurgie) des Dr. Mabuse (Klotter und Koller) sowie weitere Investitionen am UKE Aurich, beispielhaft hier die überdimensonierte Sterilisationsabteilung führen zum Sparzwang . Leider nicht beim eigentlichen Verursacher dem UKE Aurich, sondern zu lasten des UKE Emden und Norden.

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