Aurich

Aurich
20.07.2012

Große Enttäuschung bei Demonstranten

Matthias Fuchs von der ZOB Norden forderte, die Einwohnerfragestunde an den Anfang zu verlegen. Bild: Ortgies
Matthias Fuchs von der ZOB Norden forderte, die Einwohnerfragestunde an den Anfang zu verlegen. Bild: Ortgies

Von Kerstin Singer

Der Auricher Kreistag rückte nicht von den Sparplänen bei den Ubbo-Emmius-Kliniken ab. Rund 700 Demonstranten aus Norden hatten am Donnerstag die Sitzung in der Kreisvolkshochschule verfolgt.

Aurich - Der Gang in die Kreistagssitzung wurde für die Politiker in Aurich am Donnerstag zum Spießrutenlauf. Unter den Pfiffen und Buhrufen von nach Veranstalterangaben rund 700 Demonstranten eilten sie in die Kreisvolkshochschule. Dort ging es in den ersten drei Stunden um die Sparpläne an den Ubbo-Emmius-Kliniken in Aurich, wo bereits im vergangenen Jahr ein Defizit von 6,8 Millionen Euro eingelaufen ist. Der Unmut der Protestler wurde noch größer, als Landrat Harm-Uwe Weber sowie eine Mehrheit aus SPD und CDU es ablehnten, die Einwohnerfragestunde vom Ende der Sitzung nach vorne zu legen. So blieb kaum einer bis zum Schluss. Hans Forster (SPD), der aus der Parteidisziplin ausscherte, schlug vor, eine außerordentliche Kreistagssitzung in Norden zu machen, wo es nur um die Sparpläne am Krankenhaus gehen soll.

Am Donnerstag wurden allerdings die Weichen bereits gestellt. Nachdem der Aufsichtsrat schon am Mittwoch beschlossen hatte, dass die chirurgische Notfallbereitschaft über das angegliederte Medizinische Versorgungszentrum übernommen werden soll, schloss sich auch der Kreistag Webers Vorschlag an, die Umsetzung prüfen zu lassen. „Wenn das nicht möglich ist, bleibt es beim Status quo“, versprach Weber. Der Landrat war aber wie eine Mehrheit aus CDU und SPD dagegen, einen externen Gutachter einzuschalten sowie ein Sanierungskonzept zu erarbeiten. Das hatte ein Antrag der Grünen gefordert. Im Laufe der Sitzung gestand Weber jedoch zu, die Zahlen, die der Wirtschaftsprüfer demnächst dem Aufsichtsrat zu den Verlusten vorlegen werde, wenn gefordert, öffentlich vorzulegen, getrennt nach Krankenhäusern.

„Die Leute fühlen sich nicht mitgenommen bei den Entscheidungen“, betonte Garrelt Agena (Grüne) vor der Abstimmung. Matthias Fuchs von der ZOB Norden, der den Protest mitorganisiert hatte, war schockiert über das Verhalten des Kreistages. „So etwas undemokratisches habe ich noch nicht erlebt“, sagte der Norder Ratsherr, der die Sitzung nach drei Stunden sprachlos verließ und mit den Demonstranten nach Hause fuhr. Insbesondere bei den Abstimmungen über den Antrag der Grünen gingen die Meinungen über die Anzahl der Ja- und Nein-Stimmen auseinander. Manche Abgeordneten hoben für das Publikum kaum sichtbar die Hand.

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Gerhard Kreuter
20.07.2012 um 13:58 Uhr:
Denk ich an Aurich in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht. Vetternwirtschaft und die Finanzierung von OP- Betten und anderer medizinischer Geräte für die "lifestyle-Ops" /Adipositaschirurgie) des Dr. Mabuse (Klotter und Koller) sowie weitere Investitionen am UKE Aurich, beispielhaft hier die überdimensonierte Sterilisationsabteilung führen zum Sparzwang . Leider nicht beim eigentlichen Verursacher dem UKE Aurich, sondern zu lasten des UKE Emden und Norden

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