Aurich

Südbrookmerland
21.07.2012

Drei-Meere-Weg mit 21 Natur-Erlebnissen

Eine der 21 Umweltstationen ist die Vogelbeobachtungsplattform am Hiwkeschloot in Forlitz-Blaukirchen. Bild: Behrendt
Eine der 21 Umweltstationen ist die Vogelbeobachtungsplattform am Hiwkeschloot in Forlitz-Blaukirchen. Bild: Behrendt

Von Edgar Behrendt

Die Umweltbildungsstationen wurden am Freitag entlang der Route am Großen Meer eröffnet. Die Haltepunkte sollen Touristen und Einheimische vor allem über Tiere, Pflanzen und die Kulturlandschaft informieren. Der Großteil der investierten 165 000 Euro stammt aus Fördergeldern.

Südbrookmerland - Wie ist das Große Meer entstanden? Welche Fische leben in dem Gewässer und welche Nester bauen die verschiedenen dort brütenden Vogelarten? Antworten darauf und auf viele weitere Fragen finden Radfahrer neuerdings bei einer Rundfahrt ums Große Meer. Insgesamt 21 Umweltbildungsstationen sind entlang des Drei-Meere-Weges zu finden. Am Freitag wurden sie offiziell eröffnet. Eine knapp 30-köpfige Gruppe der Projektbeteiligten radelte die 15-Kilometer-Strecke ab, um die einzelnen Stationen zu besichtigen. 165 000 Euro haben die Informations- und Erlebnisstationen gekostet, die Gemeinde konnte dafür auf 80 Prozent Fördergelder zurückgreifen.

Bei vielen Stationen werden nicht nur Informationen geboten, sondern auch Natur-Erlebnisse. Es gibt zum Beispiel Beobachtungsplattformen, die einen Ausblick auf den Wiesenvogel-Lebensraum ermöglichen, eine übergroße Nachbildung eines Röhrichtbrüter-Nestes, das Kinder zum Klettern einlädt, Fisch-Silhouetten zum Ertasten und eine Soundinstallation im Geländer einer Plattform, die vier Gesänge von Vögeln in der Region abspielt. Menschen aller Bevölkerungsschichten und Altersgruppen sollten angesprochen werden, „insbesondere sollten die Angebote aber die kindgerechte und spielerische Auseinandersetzung mit der Natur und der Kulturlandschaft ermöglichen“, sagte Bürgermeister Friedrich Süßen in seiner Ansprache vor dem Start der Radtour.

17 000 Radwanderer und Wanderer nutzten den Drei-Meere-Weg im vergangenen Sommer

Der stellvertretende Landrat Hermann Bontjer hoffte, „dass möglichst viele Menschen das Angebot wahrnehmen, die Natur, ihre Reichtümer und ihre Schönheiten direkt vor der eigenen Haustür kennenzulernen“. In der industrialisierten Welt gehe ein unmittelbarer Zugang zur Natur leider mehr und mehr verloren. „Seien wir doch mal ehrlich: Wer kennt noch die Namen aller Blumen und Bäume am Wegesrand, wer erkennt Vögel an ihrem Singen, wer weiß, wie Heilkräuter aussehen und wirken?“, fragte Bontjer.

Im vergangenen Jahr haben trotz eines regenreichen Sommers 17 000 Radwanderer und Wanderer den Drei-Meere-Weg genutzt. „Das macht Mut für eine erfolgreiche naturverbundene touristische Zukunft am Großen Meer“, sagte Friedrich Süßen, der sich mit einem Blumenstrauß bei Heike Brunken-Winkler von der ARSU (Arbeitsgruppe für Regionale Struktur- und Umweltforschung) GmbH in Oldenburg bedankte. Das Unternehmen ist für die nachhaltige Entwicklung der gesamten Region Großes Meer zuständig. „Sie ist für uns die Mutter des Drei-Meere-Weges“, lobte auch Tourismus-Chefin Magret Sutorius.

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