Emden

Emden
01.10.2012

Von Kronprinz Rudolf und Dr. Oldenburg

Alte Apfelsorten in großer Menge: Die Besucher konnten sich über jedes Obststück informieren. Bild: Arends
Alte Apfelsorten in großer Menge: Die Besucher konnten sich über jedes Obststück informieren. Bild: Arends

von Stephanie Arends

Das Früchtefest auf dem Gelände des Emder Ökowerks lockte am Sonntag viele Besucher an. Rund 100 alte Apfel- und ein Dutzend Birnensorten wurden präsentiert. Oberbürgermeister Bernd Bornemann pflanzte den ersten Baum ins „Pomarium“.

emden - Kronprinz Rudolf, der Geheimrat Dr. Oldenburg und viele weitere „hochrangige Charaktere“ hatten am Sonntag ihren großen Auftritt: Auf dem Gelände des Ökowerks wurden rund 100 alte Apfel- und ein Dutzend Birnensorten präsentiert. Das alljährliche Früchtefest lockte den ganzen Tag über bei schönstem Herbstwetter Besucher auf das Gelände des Umweltbildungszentrums im Emder Stadtteil Borssum.

Detlef Stang vom Ökowerk weiß, dass man über jede alte Obstsorte eine eigene Geschichte erzählen kann. „Der Rote Eiserapfel stammt zum Beispiel aus dem 16. Jahrhundert und ist dafür bekannt, dass er besonders haltbar ist“, so Stang. „Früher wurde bei den Äpfeln auf ganz andere Eigenschaften Wert gelegt als heute.“ Im Laufe der Zeit habe eine Selektion stattgefunden. Gezüchtet wurden nur solche Sorten, die bestimmte Charakteristika hatten. Andere Gewächse gerieten nach und nach in Vergessenheit, obwohl diese auch ihre Reize hätten.

Oberbürgermeister pflanzte einen Baum

Um die Erinnerung an die alten Sorten wieder wach zu rufen, soll im Ökowerk ein sogenanntes „Pomarium“ entstehen (die OZ berichtete). Rund 750 verschiedene Obstsorten – vor allem Apfelbäume – werden dort ihren Platz finden. Den ersten Apfelbaum – eine mehrsortige Art – pflanzte gestern Oberbürgermeister Bernd Bornemann gemeinsam mit den Kindern vom Kindergarten Sonnenstrahl. In seiner Begrüßungsrede sprach Bornemann von einem „wunderbaren Tag für die Zukunft“ und dankte den Mitarbeitern des Ökowerks, dass sie sich für den Erhalt der Artenvielfalt einsetzen. Es gebe viele alte ostfriesische Apfelsorten, die es zu erhalten lohne.

Der gestern gepflanzte Baum soll zur Begrüßung dienen. „Ihn wird man als erstes sehen, wenn man das Pomarium betritt“, erklärt Stang. Die fünf Apfelsorten, die der Baum tragen wird, wachsen so, dass zu verschiedenen Jahreszeiten geerntet werden kann. Im Winter sollen weitere Sorten einen Platz auf dem Gelände finden. Wahrscheinlich werden dann auch der Kronprinz Rudolf und der Geheimrat Dr. Oldenburg wieder ein festes Zuhause finden – so wie in früherer Zeit.

Schreiben Sie einen Kommentar zu diesem Artikel

Sie können maximal 1500 Zeichen eingeben.

Die Online-Angebote der Zeitungsgruppe Ostfriesland

© ZGO Zeitungsgruppe Ostfriesland GmbH - Made with newsdirect