Leer

Ostfriesland
29.01.2013

Glätte: Borro-Ärzte hatten viel zu tun

Von Maria Berentzen

In Leer gab es mehr Verletzte als sonst. Auf den vereisten Flächen waren vor allem ältere Leute ausgerutscht, berichtet ein Mediziner.

Ostfriesland - Glatt war es am Sonntagabend und gestern in Ostfriesland. Ein Teil des Schnees war aufgetaut, wieder angefroren – und hatte Straßen und Wege in huckelige Eispisten verwandelt, auf denen man sich kaum auf den Beinen halten konnte.

Viele Sturzverletzungen haben vor allem die Mitarbeiter im Borromäus-Hospital in Leer behandelt. „Wir hatten etliche Patienten, die sich durch die Glätte verletzt hatten“, berichtet der Arzt Dr. Ferzen Can. Einige seien beim Schlittschuhfahren gestürzt, andere auf glatten Straßen ausgerutscht oder mit dem Rad gefallen. Typische Verletzungen seien Unterschenkel- und Handgelenksbrüche und Prellungen. „Sonst haben wir drei bis vier Leute mit diesen Problemen beim Notdienst, diesmal waren es zehn bis 15“, berichtet er. Vor allem ältere Menschen seien gefallen und hätten sich Verletzungen zugezogen. „Sie können sich schlechter abfangen und ihre Knochen brechen leichter“, so Can.

„Wir hatten außergewöhnlich wenig Verletzte durch Stürze“, hieß es in Aurich

„Man hätte auf der Straße Schlittschuh laufen können“, sagt Michael Löning vom Klinikum in Leer. Dort ist es in der Notaufnahme vergleichsweise ruhig geblieben. „Im Fernsehen und im Radio ist vor dem Wetter gewarnt worden. Die Leute haben sich angepasst“, vermutet er.

Ähnlich war es in den Ubbo-Emmius-Kliniken in Norden und in Aurich: „Wir hatten außergewöhnlich wenig Verletzte durch Stürze“, sagt die Ärztin Dr. Andrea Warnemünde. „Wir hätten eigentlich mit mehr Leuten gerechnet.“

Das Klinikum in Emden war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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