Norden

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19.01.2010

Neuer Mitarbeiter kümmert sich um Deiche

Von Manuela Kruse

Der 33-jährige Diplom-Ingenieur stammt aus Würzburg. Er ist nun für den Sturmflutschutz auf den Inseln und an der Küste zuständig.
Norden - Sturmflutschutz auf den Inseln und an der Küste - für Thorsten Schmitt wird das jetzt ein Teil seines Aufgabenfeldes sein: Der 33-jährige Diplom-Ingenieur ist neuer Leiter des Geschäftsbereiches "Betrieb und Unterhaltung landeseigener Gewässer und Anlagen" der Betriebsstelle Norden-Norderney beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (kurz NLWKN).

Schmitt ist damit zuständig für alle Schutzanlagen auf den ostfriesischen Inseln, erklärte Herma Heyken, Pressesprecherin des Landesbetriebes, in einer Pressemitteilung. Die Schutzanlagen bestehen aus rund 35 Kilometern Deich, fast 90 Kilometern Schutzdünen sowie Deckwerken und Seebuhnen zum Schutz der Westköpfe der Inseln. "Dazu kommen etwa 30 Kilometer Deiche auf dem Festland", so Heyken. Ein weiteres Aufgabengebiet Schmitts ist die Aufsicht über die Schiffe der Betriebsstelle und auch die damit verbunden Verantwortung für die Bekämpfung der Folgen von Schadstoffunfällen an der ostfriesischen Küste.

Schmitt, der gebürtig aus Würzburg (Bayern) stammt und in Braunschweig studiert hat, wohnt inzwischen in Norden.

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Dieter Borchers
19.01.2010 um 10:06 Uhr:
Es ist zu hoffen, dass der neue Mann nicht genau so denkt wie der Krummhörner Oberdeichrichter in der OZ vom 29.12.09

"Emden/Campen - Der Oberdeichrichter der Deichacht Krummhörn, Giesbert Wiltfang, hat Zweifel, dass die Welt und damit auch die 54 Kilometer Emder und Krummhörner Deich wirklich vor einer Klimakatastrophe stehen. Wiltfang: "Ich sehe das nicht, was da immer behauptet wird."
Gestützt wird seine Ansicht vom Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Der misst an seinen Pegeln seit Jahrzehnten die Wasserstände. Maßgeblich für einen beschleunigten Meeresspiegelanstieg für die ostfriesische Küste ist der Pegel Norderney. Der zeigt keine Tendenz zur Beschleunigung, egal, welche Datenreihen und Zeiträume man heranzieht. Aktuell steigt der Meeresspiegel nach den Norderneyer Daten um 25 Zentimeter im Jahrhundert - das ist der seit langem bekannte Wert. Darum planen die Deichachten beim Deichbau seit dem Zweiten Weltkrieg einen Abschlag für den Meeresspiegelanstieg in Höhe von 20 bis 30 Zentimetern ein.
Wiltfang fühlt sich durch die Experten bestätigt. Er selber sitzt in einem bundesweiten Gremium, das Daten zum Klimawandel auswertet und einschätzt. "Keiner kann mir anhand von Zahlen belegen, dass in den vergangenen Jahren der Meeresspiegel tatsächlich schneller als sonst gestiegen ist. Das verstehe ich einfach nicht." Er erkennt auch nicht, dass die Wucht der Stürme zunimmt. Wiltfang: "Den letzten richtigen Sturm hatten wir 1962."
Gerd
20.01.2010 um 19:07 Uhr:
Auch wenns nicht ins zeitgeistige Weltbild passt, sollte man Fakten von Fachleuten, die an der Quelle sitzen UND - ganz wichtig - keine Eigeninteressen vertreten, WÜRDIGEN. Wiltfang behauptet nicht, dass der Meeresspiegel nicht steigt. Er steigt nur nicht schneller als in den Jahrhunderten zuvor. Wobei das Wasser in den ersten Jahrtausenden nach der letzten Eiszeit wesentlich schneller stieg als heutzutage!! Herr Wiltfang will offensichtlich den kühlen Kopf bewahren, was ich von einem Fachmann auch erwarte. Das Ganze erinnert mich ein wenig an das Märchen *Des Kaisers neue Kleider*. Auch da wollte einer sich nicht der Massenpsychose hingeben und sah den Kaiser..... nackt! ;-)))))

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