Leer
Leer
09.04.2010
"Für Schifffahrt wäre es das Beste"

Beifall für ein von ihm offensichtlich positiv bewertetes Projekt: Christian Wulff (links) will den Emskanal, "wenn er technisch machbar und auch bezahlbar ist".
Leer - Ist er nun ein entschiedener Befürworter des Emskanals oder hält er das Projekt lediglich für eine Vision, über die schon bald kein Mensch mehr reden wird? Diese Frage bleibt nach den Aussagen von Ministerpräsident Christian Wulff bei einem Empfang des Landkreises Leer offen. Zu ironisch-distanziert waren offensichtlich seine Bemerkungen zu den von seinem Haus forcierten Plänen der Naturschutzverbände.
"Für die Schifffahrt ist so ein Kanal sicherlich das Beste", sagte Wulff und verwies auch auf vermeintliche Vorteile für die Ems. Sie könne sich wieder zu einem Paradies für Wassersportler und Vögel entwickeln. Er versprach mit offensichtlichem Grinsen "blühende Landschaften" und nicht zuletzt auch erhebliche Einsparungen, weil die ständigen Baggerarbeiten wegfielen. Zwar habe er festgestellt, dass die Vision eines solchen Kanals im Landkreis Leer teilweise "kritisch beäugt" wird. Er möchte aber, dass man "ein solches Projekt zumindest ergebnisoffen prüfen" kann. Der Ministerpräsident: "Wenn der Kanal denn technisch machbar und bezahlbar ist, dann wird er gebaut."
"Der Ministerpräsident klang nicht staatsmännisch"
Doch dann kam wieder der ironische Unterton: "Vielleicht gibt es ja viele, die denken, wenn die schon den Umbau der Jann-Berghaus-Brücke nicht hinkriegen, dann kriegen die erst recht den Bau eines Kanals nicht hin." Doch die Vorplanungen seien im Projektbeirat in guten Händen: "Wir werden da zu einem klugen Ergebnis kommen."
Der Leeraner Bürgermeister Wolfgang Kellner hat die Wulff-Äußerungen mit einem gewissen Wohlwollen aufgenommen: "Der Ministerpräsident klang nicht staatsmännisch, sondern eher verschmitzt. Ich glaube, er hat selbst ziemlich hohe Hürden errichtet." Denn selbst wenn der Kanal technisch machbar sei, sei er nicht zu finanzieren, nachdem der Bund bereits abgewinkt habe. Kellner: "Ich war überrascht von der Lockerheit, mit der über das Thema gesprochen wurde."
Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Freitag, 9. April, in der Ostfriesen-Zeitung.
"Für die Schifffahrt ist so ein Kanal sicherlich das Beste", sagte Wulff und verwies auch auf vermeintliche Vorteile für die Ems. Sie könne sich wieder zu einem Paradies für Wassersportler und Vögel entwickeln. Er versprach mit offensichtlichem Grinsen "blühende Landschaften" und nicht zuletzt auch erhebliche Einsparungen, weil die ständigen Baggerarbeiten wegfielen. Zwar habe er festgestellt, dass die Vision eines solchen Kanals im Landkreis Leer teilweise "kritisch beäugt" wird. Er möchte aber, dass man "ein solches Projekt zumindest ergebnisoffen prüfen" kann. Der Ministerpräsident: "Wenn der Kanal denn technisch machbar und bezahlbar ist, dann wird er gebaut."
"Der Ministerpräsident klang nicht staatsmännisch"
Doch dann kam wieder der ironische Unterton: "Vielleicht gibt es ja viele, die denken, wenn die schon den Umbau der Jann-Berghaus-Brücke nicht hinkriegen, dann kriegen die erst recht den Bau eines Kanals nicht hin." Doch die Vorplanungen seien im Projektbeirat in guten Händen: "Wir werden da zu einem klugen Ergebnis kommen."
Der Leeraner Bürgermeister Wolfgang Kellner hat die Wulff-Äußerungen mit einem gewissen Wohlwollen aufgenommen: "Der Ministerpräsident klang nicht staatsmännisch, sondern eher verschmitzt. Ich glaube, er hat selbst ziemlich hohe Hürden errichtet." Denn selbst wenn der Kanal technisch machbar sei, sei er nicht zu finanzieren, nachdem der Bund bereits abgewinkt habe. Kellner: "Ich war überrascht von der Lockerheit, mit der über das Thema gesprochen wurde."
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