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Ostfriesland

Liveblog: Schweres Unwetter über Ostfriesland

So wie hier in Leer stürzten überall in der Region Bäume um. Bild: Wolters

Von Sven Schiefelbein

Herbsttief „Xavier“ ist am Donnerstag über Ostfriesland hinweggezogen und richtete vielerorts Schaden an. Bäume stürzten auf Straßen, Autos und Gleise. Die Bahn hat den Verkehr in Norddeutschland vorübergehend komplett eingestellt. Alle Entwicklungen finden Sie in unserem Liveblog.

Ostfriesland - Mit heftigen Orkanböen und Starkregen ist das Herbsttief „Xavier“ am Donnerstag über Ostfriesland hinweggezogen. Orkanböen fegten mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Kilometer pro Stunde über das Festland. Noch kraftvoller waren die Böen auf den Inseln. Auf Borkum wurden Sturmgeschwindigkeiten von mehr als 115 Kilometer pro Stunde gemessen. Schon am Vormittag hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Warnung herausgegeben: Die Experten sagten Winde der Stufe drei voraus – Warnstufe vier ist die höchste für Orkanböen. Verletzte gibt es nach derzeitigem Stand keine, es entstand allerdings vielerorts Schaden.

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In der Region wurden Bäume entwurzelt, sie stürzten auf Straßen, Autos und Gleise. Die Deutsche Bahn hat am Donnerstagnachmittag reagiert und den Verkehr gegen 15 Uhr vorübergehend komplett eingestellt. Ein Sprecher der Bahn sagte auf Nachfrage, dass neben Niedersachsen auch Schleswig-Holstein und Hamburg betroffen sind.

Eine erste vorsichtige Entwarnung

Später am Nachmittag gab die Kooperative Regionalleitstelle Ostfriesland dann eine erste vorsichtige Entwarnung. Die Behörde teilte in Rücksprache mit dem Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes mit, dass das Sturmtief „Xavier“ Ostfriesland hinter sich gelassen hat.

Die Bilanz: In der Zeit von 11 Uhr bis 14.30 Uhr gab es rund 400 Notrufe – 315 davon führten schließlich zu Feuerwehreinsätzen. Im Landkreis Aurich musste die Feuerwehr 123 Mal ausrücken, im Kreis Leer 109 Mal und im Kreis Wittmund 83 Mal.

Auch wenn das Sturmtief Ostfriesland hinter sich gelassen hat, wird es in der Region weiterhin windig bleiben. Nach Angaben der Experten werden Böen bis Windstärke 8 über die Region hinwegfegen. Am Freitag, voraussichtlich gegen Mittag, soll der Wind dann allmählich nachlassen. Die Gefahr der orkanartigen Böen in Schauernähe nimmt nun kontinuierlich ab, so der DWD.

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