Leer

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09.09.2010

Der Laufgang im Leeraner Rathaushof muss weichen

Wie ein Wurm schlängelt sich im Innenhof der Laufgang zwischen altem und neuem Rathaus. Aus Gründen des Brandschutzes soll er abgerissen werden.
Wie ein Wurm schlängelt sich im Innenhof der Laufgang zwischen altem und neuem Rathaus. Aus Gründen des Brandschutzes soll er abgerissen werden.

Von Gerwin Gräfe

Er steht bei einem Einsatz der Feuerwehr im Weg. Auch Bäume müssen gefällt werdenDem Brandschutzprüfer des Landkreises waren die neuralgischen Punkte aufgefallen.
Leer - Der Innenhof des Leeraner Rathauses wird umgestaltet. Allerdings weiß noch niemand, wie genau. Auf jeden Fall muss der Laufgang abgerissen werden. Und zwar bald. Er steht im wahrsten Sinne des Wortes dem Brandschutz entgegen. Aufgefallen war dies dem Brandschutzprüfer des Landkreises Leer. Er bemängelte, dass der Laufgang zwischen altem und neuem Rathaus der Feuerwehr im Weg steht, falls bei einer Evakuierung Leitern zu den Fenstern in den oberen Stockwerken des Gebäudes ausgefahren werden müssen. Aber nicht nur der Laufweg ist ein Hindernis - auch zwei Bäume. Sie versperren vom Parkplatz aus den Zugang zum Innenhof.

Ein Laubbaum ist zudem so hoch gewachsen, dass keine Feuerwehrleiter am Fenster von Stadtsprecher Erich Buß angelegt werden kann. Dessen Büro im vierten Stock gehört zu den Fluchtwegen, falls es im Rathaus brennen sollte und Beschäftigte über eine Leiter evakuiert werden müssen. Dies alles ist nicht nur graue Theorie. Gebäudemanager Christian Kluth ließ die Feuerwehr kommen und eine Übung abhalten. Die Befürchtungen des Brandschutzprüfers wurden voll bestätigt. "Es ging nicht", sagt Kluth.

Der Laufgang soll denn auch so schnell wie möglich abgerissen werden. "Brandschutz geht vor", stellt Stadtsprecher Buß heraus.

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Ex-Leeraner
09.09.2010 um 14:49 Uhr:
Komisch - jetzt muss er weg? Vor mehr als 30 Jahren hat man noch gegen den "Untergang" protestiert. Es ist also also zu sehen, das die Demonstranten damals schon recht hatten!!! Hunderttausende von DM verschleudert und nun muss "Der Untergang" doch noch weichen! Der Abbau wird wahrscheinlich mit dem gleichen Wert wie damals der bau zu Buche schlagen - aber die Stadt Leer hat's ja...
Wardriver
09.09.2010 um 14:52 Uhr:
Tja da fragt man sich wo die verantwortlichen Architekten und städtischen Planer ihre Ausbildung gemacht haben. Diese hätten das ja wohl vorher erkennen müssen.

Aber sind ja oft Beamte und müssen für den Mißt den sie verbocken nicht gerade stehen. Die Kosten für den Abriß sollte man ihnen persönlich in Rechnung stellen.
Andy
09.09.2010 um 18:20 Uhr:
warum macht man nicht laufstege vor die fenster und rettungsleitern nach unten, das würde sicher erheblich billiger werden als alles wieder abzureissen.
georg Blume
09.09.2010 um 19:06 Uhr:
Der Laufgang war Bestandteil der Baugenehmigung. Ein Laubbaum kann eingekürzt werden. Wo sind die Schlafmützen die das zuverantworten haben. Hoffentlich werden örtliche Firmen mit dem Rückbau beauftragt.
Otto
10.09.2010 um 17:21 Uhr:
Die "Beamtenlaufbahn" mußte sein, da der Rathausneubau dadurch als ein Anbau wurde. Nur so gab es die Baugenehmigung für das "neue" Rathaus. Wenn nun dieser Übergang weg muß, so erlischt dadurch auch die Baugenehmigung und das "neue" Rathaus müßte auch abgerissen werden. Bei jeden Privatperson würde dieses so sein. Warum nicht auch bei den Behörden ?
Altstadtanwohner
10.09.2010 um 17:38 Uhr:
Der Feuerwehreinsatz war sicherlich nur Hilfe zum Zweck und die Gründe des Brandschutzes vorgeschoben. Kellner und Genossen haben neue Pläne ( Biergarten Ratskeller, Haus Hamburg usw. ) und da stört jetzt der Übergang. Man muß nur wissen wie.
Das gleiche gilt wahrscheinlich für das in Planung gefindliche Sanierungsgebiet Altstadt. Die Altstadt wurde schon vor Jahren saniert und die Grundstückseigentümer mußten dadurch tief in die Tasche greifen. Jetzt ist die Rathausbrücke marode und schon denkt sich ein schlauer Fuchs aus, einfach zum 2. Mal ein Sanierungsgebiet Altstadt zu erklären und schon müssen die Grundstückseigentümer die Kosten für die Sanierung der Brücke, die zur Altstadt gehört, bezahlen und nicht die Stadt. Darüber wird seitens der Stadt bei Bürgerversammlungen aber kein Wort verloren. Die Dummen, Gebeutelten und hinters Licht geführten sind wieder einmal die Bürger. Hoffentlich erkennen die Grundstückseigentümer der Altstadt bald diesem Schachzug.

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