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Nabu: Wieder mehr Wintervögel in Ostfriesland

Die Amsel als Vorjahressieger kamen diesmal auf den dritten Rang. Bild: Nabu

Laut dem Nabu Ostfriesland wurden bei der „Stunde der Wintervögel“ Spatz und Kohlmeise am häufigsten gezählt. Im Vergleich zu 2017 steigen die Zahlen wieder. Doch das ist kein Grund zur Entwarnung.

Der Spatz wurde neben der Kohlmeise am häufigsten gezählt. Bilder: Nabu
Aurich - Spatzen und Kohlmeisen sind in diesem Jahr wieder die Vogelarten, die im Winter in Ostfriesland am häufigsten beobachtet wurden. Die Amseln als Vorjahressieger kamen diesmal auf den dritten Rang. Das teilte der Naturschutzbund (Nabu) Ostfriesland nach der Auswertung der Aktion „Stunde der Wintervögel“ mit. Daran hatten sich 970 Vogelfreunde beteiligt und – das ist ein Rekord – Zahlen aus rund 670 Gärten übermittelt.

Erfreulich: Im Vergleich zu 2017 wurden auch mehr Vögel gemeldet. Damals waren es 15 Prozent weniger gewesen als im Schnitt in den Jahren zuvor. „Zum Glück hat sich dieses erschreckende Ergebnis nicht wiederholt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden in Ostfriesland 27 Prozent mehr Vögel gesichtet“, wird Nabu-Regionalgeschäftsführer Jan Schürings in der Mitteilung zitiert. In diesem Jahr wurden zwischen Borkum und Wittmund rund 43 Vögel pro Garten gemeldet, 2017 waren es nur 34 gewesen.

Auffällig: Vogelarten überwintern immer öfter in Deutschland

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Obwohl es wieder aufwärts ging, gibt der Nabu keine Entwarnung. Bei der ersten „Stunde der Wintervögel“ im Jahr 2011 waren in Ostfriesland noch 53 Vögel pro Garten gemeldet worden. „Die höheren Zahlen in diesem Jahr können darum nicht darüber hinwegtäuschen, dass seit Jahren ein kontinuierlicher Abwärtstrend festzustellen ist“, so Schürings. In vielen europäischen Ländern sei der Rückgang häufig vorkommender Arten ein ernstes Problem. Schürings: „Überlagert wird dieser langjährige Trend jedoch durch die Auswirkungen jährlich unterschiedlicher Witterungs- und Nahrungsverhältnisse.“ Grundsätzlich kämen in milderen Wintern, wie den letzten beiden, weniger Vögel in die Gärten, da sie auch außerhalb der Siedlungen noch genug Nahrung finden.

Auffällig ist laut Nabu auch, dass einige Vogelarten häufiger als sonst üblich in Deutschland überwintern. Als Beispiel werden Kraniche und Gänsearten wie Blässgans, Nonnengans oder Brandgans genannt.

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