Aurich
Ostfriesland/Hannover
09.12.2010
Schweinegrippe verzerrt Statistik
Ostfriesland/Hannover - Wer diese Statistik liest, reibt sich die Augen: Die Zahl der gemeldeten Grippe-Erkrankungen ist im vergangenen Jahr in Ostfriesland sprunghaft gestiegen - sie hat sich verdreizehnfacht. Nach Angaben des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes in Hannover wurden 2009 in den Landkreisen Aurich, Leer und Wittmund sowie in der Stadt Emden insgesamt mehr als 700 Fälle von Influenza registriert - im Vorjahr waren es nur 54. Der Grund dieser Zahlenexplosion hat einen Namen: Schweinegrippe.
Die Schweinegrippe ist längst aus den Schlagzeilen verschwunden, doch im vergangenen Jahr führte sie zu erhöhter Aufmerksamkeit von Ärzten und Patienten. Die Folge: Wesentlich häufiger als üblich wurden bei Patienten mit Grippe-Symptomen Abstriche gemacht und zur Untersuchung ins Labor geschickt. Die positiven Befunde landeten in der Statistik des Landesgesundheitsamtes.
"Das Virus macht jetzt die zweite Tour"
"Wer suchet, der findet", sagt dazu Dr. Eimo Heeren, Leiter des Gesundheitsamtes Aurich. Der Amtsarzt ist sicher: Die tatsächliche Zahl von Grippefällen war nicht höher als sonst, nur eben die Zahl der registrierten.
Influenza gehört nicht zu den meldepflichtigen Infektionskrankheiten. Gerade im Winter, wenn die Grippe grassiert, werde nur in Ausnahmefällen eine Laboruntersuchung angeordnet, teilte das Landesgesundheitsamt mit. Nur diese im Labor nachgewiesenen Fälle seien meldepflichtig und tauchten in der Statistik auf.
Die Schweinegrippe ist zwar aus den Schlagzeilen raus, sie tritt aber immer noch auf, erklärt Heeren. "Das Virus macht jetzt die zweite Tour." Ein Grippevirus sei drei Jahre lang aktiv. Gerade dieser Erreger gehöre aber zu den vergleichsweise milden Sorten. Die normale Virusgrippe sei gefährlicher als die Schweinegrippe.
"Der ist absolute Spitze"
Wer sich jetzt gegen Grippe impfen lässt, ist automatisch auch gegen Schweinegrippe immunisiert, erklärt der Auricher Amtsarzt. Im vergangenen Jahr waren noch zwei getrennte Impfungen nötig.
Heeren empfiehlt allen, die sich häufig in Menschenansammlungen bewegen, allen über 60 und allen Immungeschwächten, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Das sei jetzt noch früh genug, denn die Haupt-Grippewelle werde für Januar/Februar erwartet. Der diesjährige Impfstoff sei sehr gut verträglich, schwärmt Heeren: "Der ist absolute Spitze." Von den Mitarbeitern der Auricher Kreisverwaltung habe es im Gegensatz zu sonst keine einzige Rückmeldung über Nebenwirkungen gegeben. Auch Heeren selbst hat sich impfen lassen. "Das mache ich seit zehn Jahren", sagt der 62-Jährige.
Die Schweinegrippe ist längst aus den Schlagzeilen verschwunden, doch im vergangenen Jahr führte sie zu erhöhter Aufmerksamkeit von Ärzten und Patienten. Die Folge: Wesentlich häufiger als üblich wurden bei Patienten mit Grippe-Symptomen Abstriche gemacht und zur Untersuchung ins Labor geschickt. Die positiven Befunde landeten in der Statistik des Landesgesundheitsamtes.
"Das Virus macht jetzt die zweite Tour"
"Wer suchet, der findet", sagt dazu Dr. Eimo Heeren, Leiter des Gesundheitsamtes Aurich. Der Amtsarzt ist sicher: Die tatsächliche Zahl von Grippefällen war nicht höher als sonst, nur eben die Zahl der registrierten.
Influenza gehört nicht zu den meldepflichtigen Infektionskrankheiten. Gerade im Winter, wenn die Grippe grassiert, werde nur in Ausnahmefällen eine Laboruntersuchung angeordnet, teilte das Landesgesundheitsamt mit. Nur diese im Labor nachgewiesenen Fälle seien meldepflichtig und tauchten in der Statistik auf.
Die Schweinegrippe ist zwar aus den Schlagzeilen raus, sie tritt aber immer noch auf, erklärt Heeren. "Das Virus macht jetzt die zweite Tour." Ein Grippevirus sei drei Jahre lang aktiv. Gerade dieser Erreger gehöre aber zu den vergleichsweise milden Sorten. Die normale Virusgrippe sei gefährlicher als die Schweinegrippe.
"Der ist absolute Spitze"
Wer sich jetzt gegen Grippe impfen lässt, ist automatisch auch gegen Schweinegrippe immunisiert, erklärt der Auricher Amtsarzt. Im vergangenen Jahr waren noch zwei getrennte Impfungen nötig.
Heeren empfiehlt allen, die sich häufig in Menschenansammlungen bewegen, allen über 60 und allen Immungeschwächten, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Das sei jetzt noch früh genug, denn die Haupt-Grippewelle werde für Januar/Februar erwartet. Der diesjährige Impfstoff sei sehr gut verträglich, schwärmt Heeren: "Der ist absolute Spitze." Von den Mitarbeitern der Auricher Kreisverwaltung habe es im Gegensatz zu sonst keine einzige Rückmeldung über Nebenwirkungen gegeben. Auch Heeren selbst hat sich impfen lassen. "Das mache ich seit zehn Jahren", sagt der 62-Jährige.

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