Aurich

Ostfriesland/Hannover
09.12.2010

Schweinegrippe verzerrt Statistik

Von Marion Luppen

2009 verzeichnete Ostfriesland 13-mal so viele Influenza-Fälle wie 2008. Grund ist die erhöhte Aufmerksamkeit. Ärzte schickten viel häufiger als sonst Abstriche von Patienten zur Untersuchung ins Labor.
Ostfriesland/Hannover - Wer diese Statistik liest, reibt sich die Augen: Die Zahl der gemeldeten Grippe-Erkrankungen ist im vergangenen Jahr in Ostfriesland sprunghaft gestiegen - sie hat sich verdreizehnfacht. Nach Angaben des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes in Hannover wurden 2009 in den Landkreisen Aurich, Leer und Wittmund sowie in der Stadt Emden insgesamt mehr als 700 Fälle von Influenza registriert - im Vorjahr waren es nur 54. Der Grund dieser Zahlenexplosion hat einen Namen: Schweinegrippe.

Die Schweinegrippe ist längst aus den Schlagzeilen verschwunden, doch im vergangenen Jahr führte sie zu erhöhter Aufmerksamkeit von Ärzten und Patienten. Die Folge: Wesentlich häufiger als üblich wurden bei Patienten mit Grippe-Symptomen Abstriche gemacht und zur Untersuchung ins Labor geschickt. Die positiven Befunde landeten in der Statistik des Landesgesundheitsamtes.

"Das Virus macht jetzt die zweite Tour"

"Wer suchet, der findet", sagt dazu Dr. Eimo Heeren, Leiter des Gesundheitsamtes Aurich. Der Amtsarzt ist sicher: Die tatsächliche Zahl von Grippefällen war nicht höher als sonst, nur eben die Zahl der registrierten.

Influenza gehört nicht zu den meldepflichtigen Infektionskrankheiten. Gerade im Winter, wenn die Grippe grassiert, werde nur in Ausnahmefällen eine Laboruntersuchung angeordnet, teilte das Landesgesundheitsamt mit. Nur diese im Labor nachgewiesenen Fälle seien meldepflichtig und tauchten in der Statistik auf.

Die Schweinegrippe ist zwar aus den Schlagzeilen raus, sie tritt aber immer noch auf, erklärt Heeren. "Das Virus macht jetzt die zweite Tour." Ein Grippevirus sei drei Jahre lang aktiv. Gerade dieser Erreger gehöre aber zu den vergleichsweise milden Sorten. Die normale Virusgrippe sei gefährlicher als die Schweinegrippe.

"Der ist absolute Spitze"

Wer sich jetzt gegen Grippe impfen lässt, ist automatisch auch gegen Schweinegrippe immunisiert, erklärt der Auricher Amtsarzt. Im vergangenen Jahr waren noch zwei getrennte Impfungen nötig.

Heeren empfiehlt allen, die sich häufig in Menschenansammlungen bewegen, allen über 60 und allen Immungeschwächten, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Das sei jetzt noch früh genug, denn die Haupt-Grippewelle werde für Januar/Februar erwartet. Der diesjährige Impfstoff sei sehr gut verträglich, schwärmt Heeren: "Der ist absolute Spitze." Von den Mitarbeitern der Auricher Kreisverwaltung habe es im Gegensatz zu sonst keine einzige Rückmeldung über Nebenwirkungen gegeben. Auch Heeren selbst hat sich impfen lassen. "Das mache ich seit zehn Jahren", sagt der 62-Jährige.

Schreiben Sie einen Kommentar zu diesem Artikel

Sie können maximal 1500 Zeichen eingeben.

testperson
19.12.2010 um 14:19 Uhr:
gefälschte statistiken von den pharmas
kurz vorher änderung der pandemiedefinition
der impfstoff wird nicht für alle reichen
merkel und der chef der bildzeitung haben sich auch impfen lassen
bildzeitung berichtet von zigtausend erwarteten toten

ich dachte die pharmas warten, weil es letzes jahr voll in die hose ging. aber die leute vergessen schnel und lassen sich durch angst manipulieren.

ein virus ist eine hypothese, eine unbewiesene tatsache. wie viele verschiedene fotos oder computersimulationen gab es? dr. lanka hat eine eidesstattliche versicherung abgegeben, dass es keine viren gibt. bis heute konnte ihn keiner das gegenteil beweisen.

auch wenn man es sich nicht anders erklären kann als mit einem virus, bedeutet es nicht zwangsläufig, dass es welche gibt.

aber wir haben es doch immer wieder gehört, dass es vieren gibt.

die erde ist eine scheibe, milch ist gesund, mikrowellen sind unbedenklich und jodsalz ist gesund.

lügen dieser welt...

Die Online-Angebote der Zeitungsgruppe Ostfriesland

© ZGO Zeitungsgruppe Ostfriesland GmbH