Aurich

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18.01.2011

Neue Aufgaben für die Division

Oberst Uwe Harms (von links) begrüßte gestern rund 270 Vertreter von Politik, Bundeswehr und Verwaltung in der Blücherkaserne. Dazu gehörten auch der Wittmunder Bürgermeister Rolf Claußen und der niedersächsische Landtagspräsident Hermann Dinkla. Bild; Stolle
Oberst Uwe Harms (von links) begrüßte gestern rund 270 Vertreter von Politik, Bundeswehr und Verwaltung in der Blücherkaserne. Dazu gehörten auch der Wittmunder Bürgermeister Rolf Claußen und der niedersächsische Landtagspräsident Hermann Dinkla. Bild; Stolle

Von Manfred Stolle

Zum Neujahrsempfang in der Auricher Blücher-Kaserne kamen 270 Gäste. Oberst Uwe Harms, Chef des Stabes, ging in seiner Rede auf Modernisierungen ein. Er sehe die Strukturveränderungen der Bundeswehr gelassen.
Aurich - Alle sollten den bevorstehenden Strukuranpassungen der Bundeswehr "gelassen und zuversichtlich" entgegen blicken, sagte Oberst Uwe Harms, Chef des Stabes der 4. Luftwaffendivision gestern Nachmittag beim Neujahrsempfang in der Auricher Blücher-Kaserne. "Es kommen bereits absehbar neue Aufgaben auf uns und unsere Verbände zu", sagte der Offizier vor rund 270 Gästen aus Politik, Verwaltung und Militär.

Das in Wittmund ansässige Jagdgeschwader 71 "Richthofen" sichere zur Zeit den Luftraum der drei baltischen Staaten. In Husum werde zum April eine Flugabwehrgruppe mit dem neuen Kanonensystem "Mantis" aufgestellt. Die Luftwaffe übernehme das System, das dem Feldlagerschutz diene, vom Heer. Geplant sei zudem die Stationierung des unbemannten Aufklärungsflugzeuges "Euro Hawk" zum Herbst in Schleswig-Holstein. Bereits zum März werde der Einsatzführungsbereich 2 in Erntebrück, der einen großen Teil der Aufgaben aus Brockzetel übernommen habe, einen neuen Gefechtsstand in Betrieb nehmen.

"Sie sehen an diesen Beispielen, dass mit dem Wandel auch Modernisierung und Effizienzsteigerung einhergeht", sagte Harms.

Der Standort könnte zur Disposition stehen

Nichts Neues gab es zur künftigen Bundeswehrstruktur und über die Zukunft des Jagdgeschwaders 71 "Richthofen" in Wittmund. Der Standort könnte - wie berichtet - zur Disposition stehen. Ende Januar werde die künftige Grobstruktur Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zur Entscheidung vorgelegt. "Wir alle hoffen, in den nächsten sechs bis acht Wochen erste Informationen zu den künftigen Strukturen unserer Bundeswehr zu erhalten", sagte Harms. Es gebe aber dann noch keine Entscheidung zu Standorten. Erst die folgende Feinplanung werde Auswirkungen auf Verbände, Einheiten und Standorte haben. Mit diesen Ergebnissen sei frühestens Mitte 2011 zu rechnen.

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