Aurich
Esens
02.02.2011
Esens: Hitler nicht mehr Ehrenbürger
Esens - Der Esenser Stadtrat hat am Montag Adolf Hitler posthum die Ehrenbürgerschaft entzogen. Man habe gar nicht gewusst, dass der frühere Diktator und Führer des Dritten Reiches diese Auszeichnung jemals erhalten habe, hieß es.
Ans Licht kam die Ehrenbürgerschaft durch eine Chronik der Stadt Esens, die 2010 rechtzeitig vor Weihnachten in Esens auf den Markt kam. Der Verfasser Gerd Rokahr erwähnt darin, dass die Siebet-Attena-Straße am 20. April 1933, dem Führer-Geburtstag, in Adolf-Hitler Straße umbenannt wurde. Die Steinstraße wurde in Hindenburg-Straße umgetauft. Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg hätten das Ehrenbürgerrecht bekommen. Übrigens hatte bei der Reichstagswahl am 12. November die NSDAP in Esens 86,1 Prozent der Wählerstimmen erhalten.
Der kleine Passus in der großen Chronik löste hektische Betriebsamkeit im Rathaus aus. "Wir haben alle Unterlagen durchforstet, aber keinen Hinweis auf die Ehrenbürgerschaft Hitlers gefunden", sagte Stadtdirektor Jürgen Buß. Als Quelle habe dem Verfasser der Chronik ein Bericht aus der "Ostfriesischen Tageszeitung" von 1933 gedient. Unterlagen gebe es nicht.
Um sicher zu gehen, dass Hitler auf keinen Fall irgendwo als Ehrenbürger der Stadt Esens erwähnt werden könne, habe ihm der Stadtrat posthum die Auszeichnung entzogen. Der Beschluss am Montag war einstimmig.
Ans Licht kam die Ehrenbürgerschaft durch eine Chronik der Stadt Esens, die 2010 rechtzeitig vor Weihnachten in Esens auf den Markt kam. Der Verfasser Gerd Rokahr erwähnt darin, dass die Siebet-Attena-Straße am 20. April 1933, dem Führer-Geburtstag, in Adolf-Hitler Straße umbenannt wurde. Die Steinstraße wurde in Hindenburg-Straße umgetauft. Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg hätten das Ehrenbürgerrecht bekommen. Übrigens hatte bei der Reichstagswahl am 12. November die NSDAP in Esens 86,1 Prozent der Wählerstimmen erhalten.
Der kleine Passus in der großen Chronik löste hektische Betriebsamkeit im Rathaus aus. "Wir haben alle Unterlagen durchforstet, aber keinen Hinweis auf die Ehrenbürgerschaft Hitlers gefunden", sagte Stadtdirektor Jürgen Buß. Als Quelle habe dem Verfasser der Chronik ein Bericht aus der "Ostfriesischen Tageszeitung" von 1933 gedient. Unterlagen gebe es nicht.
Um sicher zu gehen, dass Hitler auf keinen Fall irgendwo als Ehrenbürger der Stadt Esens erwähnt werden könne, habe ihm der Stadtrat posthum die Auszeichnung entzogen. Der Beschluss am Montag war einstimmig.

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