Emden
Krummhörn
14.11.2011
Greetland-Gegner sehen Parallelen zu Pleite-Projekt

Gebhard Vischer, Petrus Boomgaarden (von links) und Diane Saathoff (rechts) von der Bürgerinitiative "Stopp Greetland" ließen sich am Freitagabend die Einzelheiten des Nürburger Pleite-Projekts von Reinhold Schüssler und seiner Frau Linda erklären.
Krummhörn - Eine geplatzte Finanzierung, dubiose Geschäfte und ungültige Verträge: Je mehr Einzelheiten ans Licht kommen, desto schockierter sind die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) "Stopp Greetland". Am Freitagabend ließen sich die Gegner des geplanten Ferienparks in der Krummhörn von den negativen Erfahrungen Reinhold Schüsslers (CDU) mit einem nach ihrer Ansicht ähnlichem Projekt berichten. Die Hauptparallele zum Vorhaben in Greetsiel sehen die Krummhörner beim Investor. Hinter diesem stehe derselbe Konzern wie in Nürburg, so die BI.
Das 350 Millionen teure Projekt gilt heute als Skandal
Zu den Hintergründen: Der nürburgische Ortsbürgermeister hatte den Bau eines überdimensionierten Freizeitparks am Nürburgring trotzt großen Engagements im Jahr 2007 nicht verhindern können. Heute gilt das rund 350 Millionen teure Projekt mit Indoor-Freizeitpark, Veranstaltungshalle, Ladenmeile, Restaurants und Hotels bundesweit als Skandal. Unter anderem auch deshalb, weil die Finanzierung des Investors geplatzt war. Daraufhin sprang das dem Projekt positiv gesinnten Land Rheinland-Pfalz unter der Regierung Beck mit Steuergeldern ein. Die rund 500 versprochenen Arbeitsplätze seien in Nürburg zwar zunächst geschaffen worden, so Schüssler weiter, jedoch wegen fehlender Besucher später wieder eingestampft worden. Ähnliches befürchtet die BI auch bei dem geplanten 80-Millionen-Projekt in Greetsiel. Das Nürburger Projekt sei "deckungsgleich mit der Geschichte, die wir hier vermuten und vielleicht auch erleben werden", sagte Petrus Boomgaarden, Vorsitzender der BI.
Schlechte Begleitumstände für die Befragung
Die Berichte des Nürburger Bürgermeisters lassen bei den Greetland-Gegnern die Alarmglocken läuten. Große Hoffnungen setzen sie nun auf die geplante Bürgerbefragung am Sonntag. Auch wenn die Bürgerinitiative der Befragung zuversichtlich entgegensieht, ärgert sie sich über die Begleitumstände. So haben die Wahllokale beispielsweise am Sonntag von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Das sei eine sehr kurze Zeitspanne, um eine Wahlbeteiligung von mindestens 35 Prozent zu erreichen. Zudem sei der November für eine solche Befragung ungünstig. "Viele in der Gastronomie tätige Personen machen in dieser Zeit Urlaub und können deshalb nicht teilnehmen", so Diane Saathoff von der BI. Weil eine Briefwahl nicht möglich ist, könnten auch viele alte und kranke Menschen sich nicht beteiligen.
Das 350 Millionen teure Projekt gilt heute als Skandal
Zu den Hintergründen: Der nürburgische Ortsbürgermeister hatte den Bau eines überdimensionierten Freizeitparks am Nürburgring trotzt großen Engagements im Jahr 2007 nicht verhindern können. Heute gilt das rund 350 Millionen teure Projekt mit Indoor-Freizeitpark, Veranstaltungshalle, Ladenmeile, Restaurants und Hotels bundesweit als Skandal. Unter anderem auch deshalb, weil die Finanzierung des Investors geplatzt war. Daraufhin sprang das dem Projekt positiv gesinnten Land Rheinland-Pfalz unter der Regierung Beck mit Steuergeldern ein. Die rund 500 versprochenen Arbeitsplätze seien in Nürburg zwar zunächst geschaffen worden, so Schüssler weiter, jedoch wegen fehlender Besucher später wieder eingestampft worden. Ähnliches befürchtet die BI auch bei dem geplanten 80-Millionen-Projekt in Greetsiel. Das Nürburger Projekt sei "deckungsgleich mit der Geschichte, die wir hier vermuten und vielleicht auch erleben werden", sagte Petrus Boomgaarden, Vorsitzender der BI.
Schlechte Begleitumstände für die Befragung
Die Berichte des Nürburger Bürgermeisters lassen bei den Greetland-Gegnern die Alarmglocken läuten. Große Hoffnungen setzen sie nun auf die geplante Bürgerbefragung am Sonntag. Auch wenn die Bürgerinitiative der Befragung zuversichtlich entgegensieht, ärgert sie sich über die Begleitumstände. So haben die Wahllokale beispielsweise am Sonntag von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Das sei eine sehr kurze Zeitspanne, um eine Wahlbeteiligung von mindestens 35 Prozent zu erreichen. Zudem sei der November für eine solche Befragung ungünstig. "Viele in der Gastronomie tätige Personen machen in dieser Zeit Urlaub und können deshalb nicht teilnehmen", so Diane Saathoff von der BI. Weil eine Briefwahl nicht möglich ist, könnten auch viele alte und kranke Menschen sich nicht beteiligen.

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