Wirtschaft

Emden
23.03.2012

"Die Arbeitslosenquote? Minus 100 Prozent"

Prof. Dr. Walter Neu, Laser-Spezialist der Hochschule.Bild Schröder
Prof. Dr. Walter Neu, Laser-Spezialist der Hochschule.Bild Schröder

Von Heiner Schröder

Wieder fanden Lasertage an der Hochschule statt. Die Emder sind auf dem Gebiet führend im gesamten Nordwesten. Lasertechnologie ist fast überall: im Handy, im Auto, beim Kreuzfahrtschiff, in der LED-Leuchte, im Krankenhaus, im PC. Wer sich damit auskennt, kann sich seinen Arbeitgeber praktisch aussuchen.
Emden - Prof. Dr. Walter Neu kommt etwas zu spät zum Gespräch mit der Redaktion. Er wurde noch von einem ehemaligen Absolventen des Studiengangs Lasertechnik aufgehalten. Der erzählte ihm kurz, dass er nach seinem Studium in Emden promoviert habe und jetzt an einem Forschungsprojekt bei Siemens mitarbeite, bei dem es um das Schweißen von Kupfer mit Hilfe der Lasertechnik gehe.

Der Absolvent war zu den Lasertagen nach Emden gekommen. Wie 150 nationale und internationale Fachleute, die sich 28 Fachvorträge anhörten und ihr Wissen über die Lasertechnik austauschten.

Nach Emden kamen sie, weil dort schon seit 20 Jahren über die Lasertechnik geforscht und gelehrt wird. "Im Nordwesten macht so etwas keiner. Wir sind führend", sagt Prof. Neu, einer der Laser-Spezialisten an der Hochschule Emden/Leer.

Laserspezialisten sind heiß begehrt

Laser sind - vereinfacht gesagt - gebündelte, ungemein intensive Lichtstrahlen. Lasertechnologie steckt in Handys, in den Emder Passats, in Meyers Kreuzfahrtschiffen, in der LED-Leuchte, in den feinen Instrumenten für Mikro-Operationen an Kliniken, im Computer-Chip oder im Fernsehbildschirm. Laserspezialisten, wie sie an der Hochschule Emden/Leer im Studiengang Lasertechnik/Photonik ausgebildet werden, sind in der Industrie heiß begehrt. "Die Arbeitslosenquote bei unseren Absolventen? Minus 100 Prozent", sagt Neu. Damit meint er: Doppelt so viele Studenten wie jetzt könnten in Emden Lasertechnik studieren und hätten trotzdem eine Garantie auf einen Job. Einen gut bezahlten obendrein.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Freitag, 23. März, in der Ostfriesen-Zeitung.

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Der5UhrMann
23.03.2012 um 05:57 Uhr:
Das doppelt so viele Studenten in Emden Lasertechnik studieren könnten, hat auch seinen Preis: Der Studiengang ist schlecht ausgelastet, und verursacht im Vergleich zu anderen Studiengängen sehr hohe Kosten pro Student bzw. pro Absolvent. Im Klartext: Das Studiengang Lasertechnik entzieht anderen Studiengängen Personal- und Finanzmittel. Es findet also eine Quersubventionierung zu Lasten anderer Studiengänge statt.

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