Leer
Ostfriesland
03.04.2012
EWE-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs

Betriebsratschef Claus Christ (vorne) und Gewerkschaftssekretär Aloys Kiepe finden, die Kommunen sollten ihre Partnerschaft mit der EWE fortsetzen.
Ostfriesland - Städte und Gemeinden in Ostfriesland wollen von der EWE die Gas- und Stromnetze übernehmen. Ende des Jahres laufen die Konzessionen aus. Die Kommunen möchten die Verträge diesmal an ihre neugegründeten Netzgesellschaften vergeben statt wie bisher an die EWE. Sie wollen mit den Energienetzen selber Geld verdienen. Diese Pläne sorgen unter den Mitarbeitern des Oldenburger Energieversorgers für Unruhe. Die Angst um die Arbeitsplätze bestimmte kürzlich auch die jährliche Betriebsversammlung der Beschäftigten von EWE Netz und Vertrieb in Ostfriesland, die sich im Landhaus Oltmanns in Neermoor trafen.
Rund 250 Mitarbeiter sind in diesen Sparten für die EWE in der Region tätig, sagte der Betriebsratsvorsitzende Claus Christ (Remels) im Gespräch mit der OZ: "Die Mitarbeiter sind schon verunsichert über das, was in ihren Gemeinden passiert."
Kommunales Eigentum "ohne jegliche Bürgerbeteiligung verhökert"
Wie Gewerkschaftssekretär Aloys Kiepe von Verdi aus Emden erläutert, wären die neugegründeten kommunalen Gesellschaften verpflichtet, EWE-Beschäftigte für mindestens ein Jahr zu übernehmen. Das gelte jedoch nur fürs technische Personal in den Bezirksmeistereien, betont Betriebsratschef Christ und fragt: "Was ist dann mit den Mitarbeitern der Verwaltung?" Kiepe und Christ verweisen zudem auf die Arbeitsplätze bei den Vertragsfirmen der EWE in Ostfriesland, wie Schmidt, Wildeboer oder Bohlen & Doyen; sie könnten in Zukunft bei Aufträgen leer ausgehen.
Wie berichtet, wollen die Netzgesellschaften der Kommunen die Energienetze kaufen. Weil ihnen dafür das Kapital fehlt, suchen sie einen strategischen Partner, der das Geld mitbringt und mit 49 Prozent in die Gesellschaft einsteigt. Dieser Partner kann auch ein Privatunternehmen sein. "Was als angebliche Rekommunalisierung gestartet wurde, endet nun in einer knallharten Teilprivatisierung", meint Gewerkschaftler Kiepe. Hier werde kommunales Eigentum "ohne jegliche Bürgerbeteiligung verhökert" - und sollte eine Beteiligung sogar international ausgeschrieben werden, möglicherweise an ausländische Netzbetreiber.
Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Dienstag, 3. April, in der Ostfriesen-Zeitung.
Rund 250 Mitarbeiter sind in diesen Sparten für die EWE in der Region tätig, sagte der Betriebsratsvorsitzende Claus Christ (Remels) im Gespräch mit der OZ: "Die Mitarbeiter sind schon verunsichert über das, was in ihren Gemeinden passiert."
Kommunales Eigentum "ohne jegliche Bürgerbeteiligung verhökert"
Wie Gewerkschaftssekretär Aloys Kiepe von Verdi aus Emden erläutert, wären die neugegründeten kommunalen Gesellschaften verpflichtet, EWE-Beschäftigte für mindestens ein Jahr zu übernehmen. Das gelte jedoch nur fürs technische Personal in den Bezirksmeistereien, betont Betriebsratschef Christ und fragt: "Was ist dann mit den Mitarbeitern der Verwaltung?" Kiepe und Christ verweisen zudem auf die Arbeitsplätze bei den Vertragsfirmen der EWE in Ostfriesland, wie Schmidt, Wildeboer oder Bohlen & Doyen; sie könnten in Zukunft bei Aufträgen leer ausgehen.
Wie berichtet, wollen die Netzgesellschaften der Kommunen die Energienetze kaufen. Weil ihnen dafür das Kapital fehlt, suchen sie einen strategischen Partner, der das Geld mitbringt und mit 49 Prozent in die Gesellschaft einsteigt. Dieser Partner kann auch ein Privatunternehmen sein. "Was als angebliche Rekommunalisierung gestartet wurde, endet nun in einer knallharten Teilprivatisierung", meint Gewerkschaftler Kiepe. Hier werde kommunales Eigentum "ohne jegliche Bürgerbeteiligung verhökert" - und sollte eine Beteiligung sogar international ausgeschrieben werden, möglicherweise an ausländische Netzbetreiber.
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