Leer
Ostfriesland
14.05.2012
Für heißes Teewasser reicht das Geld fast immer

Die Zahl derjenigen, die in Ostfriesland wegen einer Stromsperre im Dunklen sitzen müssen, ist gering.
Ostfriesland - Die Ostfriesen lassen sich den Strom für ihr heißes Teewasser so schnell nicht abdrehen - und stemmen sich damit gegen einen bundesweiten Trend. Zwischen zehn und 15 Prozent der Bevölkerung kämpfen damit, die Energiekosten zu bezahlen. Deswegen wird nach Informationen der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bei rund 600 000 Haushalten jährlich wegen offener Rechnungen die Energiezufuhr gestoppt.
Nach Auskunft von zwei großen Energieversorgungsunternehmen in der Region ist die Zahl der Stromsperrungen seit Jahren konstant, ja mitunter sogar rückläufig. So haben etwa die Emder Stadtwerke (SWE) im ersten Vierteljahr 2012 bei 190 ihrer 26 000 Kunden diesen Schritt vollzogen. Im Vergleichszeitraum im Jahr 2005 waren es noch 300 Kunden. Das sagte Melanie Boekhoff vom Abrechnungsservice der SWE auf Anfrage der OZ.
"Das bewegt sich im Promillebereich"
Die Differenz sei allerdings auch darauf zurückzuführen, dass der Gesetzgeber ihnen 2006 durch Änderung der Versorgungsverordnung vorgeschrieben habe, den Strom erst ab einem Außenstand von 100 Euro abstellen zu dürfen. Bevor es dazu komme, gingen zwei Schreiben an den Kunden heraus: eine Mahnung nach 15 Tagen mit der Androhung einer Energiesperre und drei Tage, bevor diese vollzogen werden soll, ein zweiter Brief mit einer Erinnerung daran.
Ähnlich gestaltet sich auch das Mahnverfahren bei der EWE. Bei dem Energieversorgungsunternehmen sei die Zahl der Stromsperren seit vielen Jahren konstant und "niedrig", wie ein Sprecher des Unternehmens in Oldenburg versicherte: "Das bewegt sich im Promillebereich." Genaue Zahlen wollte er nicht nennen. Die EWE hat nach eigenen Angaben rund eine Million Strom- und 700 000 Gaskunden.
Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Montag, 14. Mai, in der Ostfriesen-Zeitung.
Nach Auskunft von zwei großen Energieversorgungsunternehmen in der Region ist die Zahl der Stromsperrungen seit Jahren konstant, ja mitunter sogar rückläufig. So haben etwa die Emder Stadtwerke (SWE) im ersten Vierteljahr 2012 bei 190 ihrer 26 000 Kunden diesen Schritt vollzogen. Im Vergleichszeitraum im Jahr 2005 waren es noch 300 Kunden. Das sagte Melanie Boekhoff vom Abrechnungsservice der SWE auf Anfrage der OZ.
"Das bewegt sich im Promillebereich"
Die Differenz sei allerdings auch darauf zurückzuführen, dass der Gesetzgeber ihnen 2006 durch Änderung der Versorgungsverordnung vorgeschrieben habe, den Strom erst ab einem Außenstand von 100 Euro abstellen zu dürfen. Bevor es dazu komme, gingen zwei Schreiben an den Kunden heraus: eine Mahnung nach 15 Tagen mit der Androhung einer Energiesperre und drei Tage, bevor diese vollzogen werden soll, ein zweiter Brief mit einer Erinnerung daran.
Ähnlich gestaltet sich auch das Mahnverfahren bei der EWE. Bei dem Energieversorgungsunternehmen sei die Zahl der Stromsperren seit vielen Jahren konstant und "niedrig", wie ein Sprecher des Unternehmens in Oldenburg versicherte: "Das bewegt sich im Promillebereich." Genaue Zahlen wollte er nicht nennen. Die EWE hat nach eigenen Angaben rund eine Million Strom- und 700 000 Gaskunden.
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