Norden

Norddeich
21.05.2012

Feuerwehr befreite Frau aus Watt

Die Helfer mussten Holzbohlen und eine Leiter zur Hilfe nehmen, um die Frau (hinten) zu befreien.
Die Helfer mussten Holzbohlen und eine Leiter zur Hilfe nehmen, um die Frau (hinten) zu befreien.

Von Tatjana Gettkowski

Die Wanderin steckte im Schlick vor Norddeich fest. Die Einsatzkräfte hatten sich mit Holzbohlen und Spaten einen Weg zu ihr gebahnt.
Norddeich - Eine Wattwanderin in Norddeich saß am Freitagnachmittag förmlich fest. Die Frau war vor dem Badestrand im tiefen Schlick steckengeblieben und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr aus dem Schlamassel befreien.

Einsatzkräfte der Freiwillige Feuerwehr Norden rückten um 16.25 Uhr aus, um die Frau aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Zahlreiche Schaulustige beobachteten die Rettungsaktion vom Strand aus.

Die Helfer arbeiteten teils barfuß und nur mit Unterhose bekleidet

Die Einsatzkräfte hatten sich mit Holzbohlen und Spaten einen Weg zu ihr gebahnt. Auf dem ungewohnten Terrain arbeiteten die Helfer teils barfuß und nur mit Unterhose bekleidet.

Nachdem die Beine mit den Spaten freigeschaufelt waren, konnte die Frau aus der misslichen Lage befreit und ans Festland gebracht werden. Die Einsatzkräfte und die Wattwanderin konnten mit viel Wasser aus dem Schlauch eines Löschfahrzeuges von dem Schlick wieder gesäubert werden.

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Holger
21.05.2012 um 20:17 Uhr:
Zum Glück passierte das nicht am Samstagnachmittag. Denn da waren ja ca. 20 Einsatzkräfte und beim Krankenhaus, um ein Auto zu bergen.

Viel schlimmer:was wäre gewesen, wenn sich mal wieder ein Reh im Watt verirrt hätte? Wie immer mit allen Einsatzmitteln (Blaulicht, Martinshorn) Richtung Deich! ich weiß nicht, was wichtiger ist:ein Reh zu retten oder mit hoher Geschwindigkeit, über Straßen und Kreuzungen zu brettern. Übrigens verirren Rehe sich schon immer im Watt. Nur vor zig Jahren kreiht keen Haahn danach. An Land kamen sie auch immer von alleine. Ich bin für ein Spezialeinsatzkommando der Feuerwehr:WATT!
Gerd
22.05.2012 um 10:27 Uhr:
Was hat der Mensch auch im Schlick verloren?! Sind wir vielleicht Wattwürmer?
Jörg Wagner
22.05.2012 um 12:06 Uhr:
Moin Holger,

dann gründen Sie dieses Spezialeinsatzkommando doch. Oder ist Ihnen Ihre Zeit dafür zu schade bzw. haben Sie keine Lust, etwas für andere zu tun ohne auch nur einen Cent dafür zu bekommen?
Was sollen die Jungs Ihrer Meinung nach denn machen? Einfach nicht kommen?
Ich kenne genug freiwillige und Berufsfeuerwehrmänner; wenn die gerufen werden, kommen sie auch - egal wann, egal wo, egal wer und egal wie ernstlos die Alarmmeldung zunächst klingen mag.
Wenn die Feuerwehr alarmiert wird, dann hat das auch einen guten Grund. Und wenn sie kommen, dann vorsichtshalber mit ein paar Mann mehr. Man weiß nie genau, was einen erwartet.

Außerdem: Woher wollen Sie wissen, wie die Alarmmeldung für die Jungs gelautet hat?

Aber was rede ich eigentlich... Ich finde es einfach nur traurig, dass immer mehr Menschen die (hervorragende) ehrenamtliche Arbeit anderer kritisieren, obwohl sie von der Materie überhaupt nicht den leisesten Schimmer haben...

Ich hoffe, die OZ wird diesen Kommentar veröffentlichen und nicht wieder ablehnen, denn ich finde so etwas wichtig.
Holger
22.05.2012 um 15:26 Uhr:
Moin Jörg,

woher wollen Sie wissen, dass ich mich nicht ehrenamtlich betätige? Die Verhältinismäßigkeit muss stimmen. Und diese stimmt bei der Feuerwehr Norden leider Gottes häufig nicht. Auch ich kenne Feuerwehrmänner. Auf die Frage, warum es denn nötig sei, nachts um 2 Uhr mit Blaulicht und Martinshorn durch die Stadt zu brettern, bekam ich eine erstaunliche Antwort:"tja, wir haben Spaß daran. Und außerdem könnte auch ein Taubblinder unterwegs sein". Was soll man dazu noch sagen? dass während einer Rehrettung, ein Kind ins Norder Tief fällt, halte ich durchaus für wahrscheinlicher.
stefan
22.05.2012 um 19:55 Uhr:
Tja Holger,

was soll man denn auch sonst auf die Frage, warum die Feuerwehr mit Blaulicht und Martinshorn "durch die Gegend fährt" antworten?? Auf so eine Frage muss ja eine blöde Antwort kommen. Vll. sollten Sie sich mal die Paragraphen zum Thema Sonderrechte ansehen, dann wäre die Frage überflüssig gewesen.
Jörg
22.05.2012 um 22:05 Uhr:
Auf so eine doofe Frage bekommt man nun auch eine ebenso doofe Antwort. In der StVO ist die Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten klar geregelt. Ich möchte den sehen, der als Fahrer eines 15Tonners in das Auto eines unaufmerksamen Autofahrers brettert und dadurch sein eigenes Leben und der anderen Beteiligten im Einsatzfahrzeug und Auto in Gefahr bringt oder gar zerstört. Und das nur weil das Martinshorn auf Rücksicht auf die Schlafenden ausgelassen wurde. Für diejenigen, die nicht freiwillig und unentgeltlich Kopf und Kragen riskieren und sich nach der kurzen "Ruhestörung" wieder umdrehen und weiterschlafen können.
Wie ich bereits sagte, selbst wenn 60 Leute zur Rehrettung fahren würden, wären in Norden mehr als doppelt so viele für andere Einsätze zur Verfügung.

Man kann es den Leuten nicht recht machen. Tiere haben auch ein Anrecht auf Leben und wenn der Anrufer bei seinem Anruf übertreibt, dann können die Feuerwehrleute da auch nichts für.

Und von wegen Verhaltsnismäßigkeit: Ich war selbst Augenzeuge als die Norder ohne Signale zur Tierrettung (ach Reh im Watt) fuhren. Es kommt halt immer darauf an, was der Anrufer der Rettungsleitstelle mitteilt.
Jens
23.05.2012 um 01:24 Uhr:
Hallo Holger !

Es macht mich traurig was ich hier lesen muss. Wie die Feuerwehr die IMMER zur Stelle sind ob nachts, tagsüber, Weihnachten ja sogar Silvester und vielleicht sogar am Geburtstag der Frau werden hier schlecht dargestellt. Das kann ich so nicht auf mich sitzen lassen.
Ich weiß ja nicht welche Kameraden sie gefragt haben denen es Spass macht durch die Stadt zu brettern. Also ich und der "Rest" macht dieses bestimmt keinen Spass weil hinter jeden Einsatz auch ein Leben hängt. Egal was für ein Einsatz. Der Mensch oder Tier ist immer indirekt betroffen und wenn es "nur " der Ölschaden ist zudem die Feuerwehr gerufen wird. Zu dem Einsatz mit dem Reh kann ich nur sagen auch hier ist ein Lebenwesen zu retten und dann fährt die Feuerwehr schon mal mit Alarm. Besonders dann wenn die Straßen proppevoll sind.
Auch wenn eine Person im Watt fest steckt fährt die Feuerwehr mit Alarm, wissen wir ob diese Person nicht etwa verletzt ist und ganz schnell medizinische Hilfe benötigt ?? Oder wie ist der Notruf in der Leitstelle eingegangen, wie dramatisch klang das ??
In diesem Sinne !
Freiwillige Feuerwehr Norden
23.05.2012 um 09:03 Uhr:
An alle Kommentatoren in dieser Runde erst einmal einen recht herzlichen Dank für Ihr Interesse an der Arbeit der Feuerwehr Norden. Die meisten Personen haben die Dinge hier korrekt dargestellt, einige Punkte möchten wir an dieser Stelle aber dennoch einmal klarstellen:
1. Fahrten mit Sondersignal machen wir garantiert nicht zum Spaß. Diese Fahrten bringen ein hohes Unfallrisiko mit sich, welches wir gerne vermeiden. Wenn wir Wegerecht in Anspruch nehmen, dann mit größter Sorgfalt und damit scheidet „rasen über rote Ampeln“ aus.
2. Der richtige Kräfteansatz ist schwer abzuschätzen. Je nach Informationsgehalt der Anrufer werden die entsprechenden Mittel alarmiert. In der Aufregung der Hilfeersuchenden kann da auch übertrieben werden, aber das ist nachvollziehbar und wird auch nicht negativ bewertet. Daher ist es auch ganz normal, dass bei manchen Einsätzen zu viele Fahrzeuge und/oder Einsatzkräfte ausrücken.
3. Sollte uns während eines Einsatzes ein weiterer Notruf, wie zum Beispiel das hier genannte ins Wasser gefallene Kind erreichen, so wird mit Sicherheit auch dort schnellstmöglich Hilfe geleistet. Bei den Rehen im Watt waren max. zirka 20 Kräfte und drei Fahrzeuge beteiligt. So bleiben in Norden alleine noch rund 100 Mitglieder und mehrere Fahrzeuge, die zu dem nächsten Einsatz alarmiert werden können. Hinzukommen die DLRG und benachbarte Wehren.
Für weitere Anmerkungen und Fragen wenden sie sich doch direkt an uns. Die Kontaktdaten finden Sie unter www.feuerwehr-nord
Freiwillige Feuerwehr Norden
23.05.2012 um 10:17 Uhr:
Hier die vollständigen Kontakdaten: www.feuerwehr-norden.de.
Gerd Rosendahl
23.05.2012 um 10:31 Uhr:
Gerd schreibt am 22.05.2012:
Was hat der Mensch auch im Schlick verloren?! Sind wir vielleicht Wattwürmer?

Auch hier wieder der Beweis von ,, Gerd ,, erbracht das er nie überlegt was er schreibt.
Gerade Norddeich macht doch Werbung mit Wattwanderungen und wie gesund diese sind.Gerade deshalb kommen die Urlauber doch auch nach Norddeich.Aber wahrscheinlich ist der ,, Gerd ,, auch wieder dagegen...
Logaer Wicht
23.05.2012 um 17:26 Uhr:
Vielen Dank an alle freiwilligen Feuerwehrmänner/frauen!!!!

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