Sport

Ihrhove
21.05.2012

Leer jubelt und Ihrhove leidet

Die Mannschaft von Germania Leer feierte nach dem Schlusspfiff ausgelassen den wichtigen Sieg. Auch Trainer Wlodek Pikula (Dritter von rechts) jubelte mit. Er umarmt auf dem Foto Kingsley Mbabie.
Die Mannschaft von Germania Leer feierte nach dem Schlusspfiff ausgelassen den wichtigen Sieg. Auch Trainer Wlodek Pikula (Dritter von rechts) jubelte mit. Er umarmt auf dem Foto Kingsley Mbabie.

von Horst Kruse

Germania siegt 3:0 und verdirbt Concordia die vorzeitige Meisterfeier. Der Tabellenzweite hat vor dem letzten Spieltag nur noch zwei Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter. 700 Zuschauer sahen das Gipfeltreffen.
Ihrhove - Die Fußballer des VfL Germania Leer haben sich ein Herzschlagfinale um die Meisterschaft in der Bezirksliga erkämpft. Der Tabellenzweite gewann am Sonntag vor 700 Zuschauern das Spitzenspiel bei Tabellenführer Concordia Ihrhove mit 3:0 (2:0). Als Schiedsrichterin Anke Hölscher um 16.50 Uhr die einseitige Partie abpfiff, da sanken die Gastgeber enttäuscht zu Boden. Sie hatten den vorzeitigen Titelgewinn leichtfertig verspielt. Die Leeraner dagegen jubelten und tanzten, als seien sie schon Meister. "Jetzt haben wir in zwei Wochen am letzten Spieltag ein Endspiel", freute sich Germania-Torhüter Marcel Lücking. "Wär hätte das vor einigen Wochen gedacht?"

Die Gäste brannten in diesem mit Spannung erwarteten Gipfeltreffen in der Anfangsphase ein Feuerwerk ab. Mit enormer Laufbereitschaft und Leidenschaft drängten die Germanen auf ein frühes Tor. Es wurden gleich zwei. Denn zunächst traf Kingsley Mbabie mit einem sehenswerten Schuss aus 18 Metern flach unten ins rechte Eck zum 0:1 (6.). Vier Minuten später stand Ralf Voorwold nach einer Flut von Fehlern in der Ihrhover Abwehr alleine vor Concordia-Torwart Alexander Freericks und erzielte das 0:2 (10.).

Nach diesem Blitzstart hatte die beste Rückrunden-Mannschaft der Bezirksliga gegen den schwachen Spitzenreiter ein leichtes Spiel. Concordia-Torchancen gab es vor der Pause keine. Die Gäste führten den harmlosen Tabellenführer teilweise vor. "Da waren einige wohl schon in Gedanken bei der Meisterfeier", ärgerte sich Concordia-Routinier Rene Stumpe hinterher. "Bei uns stimmte es vorne und hinten nicht. Das war absolut gar nichts."

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grafschafter
21.05.2012 um 12:16 Uhr:
Man sieht, dass die Mannschaft intakt ist, im Gegensatz zum Vorstand von Leer. Nachdem der selbsternannte "Retter und Erfinder" der ach so wegweisenden "Stiftung" endlich sich selbst von der Spitze des Vereins entfernt hat, kann man nur hoffen, dass Germania nach Jahren wieder in ruhige Gewässer gerät.
Trainer Pikula und die Mannschaft haben sich von all den Querelen nicht beeinflussen lassen und auf dem Feld eine sportliche Antwort gegeben. Es ist ihr zu gönnen, dass sie zum Ende mit der Meisterschaft und dem Aufstieg belohnt wird.
Nun aber müssen schnellstens "Nägel mit Köpfen" in der Vorstandsetage des Vereins geschaffen werden. Dazu gehören Leute, die das Wohl des Vereins im Auge haben und keine egoistischen Selbstdarsteller" oder selbsternannte Finanzgenies!!!

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