Rheiderland

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31.05.2012

Nach "Borwin" kommt jetzt "Dolwin"

von Michael Mittmann

Das Unternehmen Tennet lässt weitere Stromleitungen durchs Rheiderland bauen. Sie sollen Offshore-Windparks an die Umspannwerke in Diele und im emsländischen Dörpen anschließen. Vier Trassen sollen parallel verlaufen, weitere werden vorbereitet.
Rheiderland - Auf "Borwin 1" und "Borwin 2" folgen mit "Dolwin 1" und "Dolwin 2" zwei weitere Stromkabel, die durch das Rheiderland verlegt werden. Sie sollen die Offshore-Windparks in der Nordsee mit dem Umspannwerk Dörpen-West im Emsland verbinden.

Alle vier Trassen sollen parallel nebeneinander verlaufen, so Cornelia Junge, Pressesprecherin des deutsch-niederländischen Netzbetreibers Tennet. Die Trassen berühren das Emder Stadtgebiet und die Gemeinde Moormerland, unterqueren oberhalb von Ditzum die Ems, laufen parallel zur Oldendorper Straße in westlicher Richtung zum Polder hin und umgehen dabei das Schutzgebiet Marienchor/Hatzumerfehn. Westlich an Ditzumerverlaat und Bunde vorbei, unterqueren die Leitungen bei Stapelmoorerheide die Autobahn und führen dann weiter in Richtung Emsland.

Für "Dolwin 2" belaufen die Kosten voraussichtlich auf 750 Millionen Euro

Für "Dolwin 1" haben die Bauarbeiten bereits begonnen - allerdings noch nicht im Rheiderland. Die Kosten beziffert Cornelia Junge auf rund 850 Millionen Euro - einschließlich Grundstückskäufen und Ausgleichszahlungen. Für "Dolwin 2" belaufen die Kosten voraussichtlich auf 750 Millionen Euro. Das Vorhaben befindet sich zurzeit im Planfeststellungsverfahren.

Drei weitere Kabeltrassen, die möglicherweise auch das Rheiderland betreffen, sind nach den Worten von Cornelia Junge in Vorbereitung. Es handelt sich um die Vorhaben "Borwin 3", "Borwin 4" und "Dolwin 3". Der Trassenverlauf sei noch offen, so die Tennet-Sprecherin. In der Stadt Emden sowie in den Gemeinden Hinte und Krummhörn gab es dazu in der vergangenen Woche Informationsveranstaltungen. Bei "Borwin" geht es um den Anschluss ans Umspannwerk Diele, bei "Dolwin" fließt der Strom nach Dörpen.

Es handele sich bei allen Vorhaben um die Verlegung von Erdkabeln

Sicher sei aber, dass die Trassen anders verlaufen müssten als die vorherigen. Man könne aus Platzgründen und wegen der dann möglichen Wärmeentwicklung nicht mehr als fünf Kabel nebeneinander verlegen. Bei allen Vorhaben zum Anschluss der Offshore-Windparks an die Umspannwerke in Diele und Dörpen handele es sich um die Verlegung von Erdkabeln, so Cornelia Junge.

Genehmigungsbehörde für die Tennet-Projekte ist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover. Der Landkreis Leer ist am Verfahren beteiligt: Er wird dazu gehört.

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Gerd
01.06.2012 um 14:46 Uhr:
Erdkabel! Zumeist unnötig, also teurer Unsinn, gemacht für Leute, die nach dem Motto "aus den Augen, aus dem Sinn!" gelebten Selbstbetrug schätzen. Bezahlt von der Allgemeinheit der Stromkunden. Besser wäre es, die Strommühlen unter die Erde zu verlegen...

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