Ian „Lemmy” Kilmister mit der Mütze.

Aurich
08.07.2008

Kilmisters Mütze interessiert den Auricher Staatsschutz

By: Manfred Stolle

Es laufen Ermittlungen gegen den Bassist der Gruppe „Motörhead”. Die Frage ist, ob die Kopfbedeckung, mit der er auf Fotos zu sehen ist, ein Nazi-Symbol zeigt.

Aurich - Ein in ostfriesischen Zeitungen vor dem Festival „Wacken rocks Seaside” in Aurich-Tannenhausen veröffentlichtes Foto von Ian „Lemmy” Kilmister ruft Justiz und Polizei auf den Plan. Der Brite, Gründer der Heavy-Metal-Band „Motörhead”, gerät ins Visier des Staatsschutzes. Er hatte in dem Bild eine Mütze mit einem Wappen, das ein Hakenkreuz sein könnte, auf dem Kopf. „Ein Anfangsverdacht liegt vor”, sagte Werner Kramer am Montag auf OZ-Anfrage als Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Aurich.

Es seien ganz normale Ermittlungen. Man schaue genau, was da an der Mütze sei. Mit dieser Aufgabe seien die Staatsschützer der Auricher Polizei beauftragt worden.

„Die Entscheidung liegt bei der Staatsanwaltschaft”, bestätigte Polizei-Pressesprecherin Sabine Kahmann. Sie wies darauf hin, dass die Verwendung von Abzeichen verfassungsfeindlicher Gruppierungen nach Paragraph 86 a Strafgesetzbuch verboten sei.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Dienstag, 8. Juli, in der Ostfriesen-Zeitung.