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Emden

Kohlekraftwerk in Emden rückt näher

Von Heiner Schröder
14. Mai 2009

Der dänische Konzern Dong will in diesem Jahr eine Entscheidung treffen. Der Standort steht bereits: Rysumer Nacken. Das Kesselhaus wird so hoch wie ein großer Windenergie-Turm, acht Millionen Tonnen Kohlendioxid wird das Kraftwerk pro Jahr erzeugen. Dong-Entwicklungschef Jens Clausen stellte die Pläne dem Nautischen Verein vor.
Kohlekraftwerksgegner empfingen am Dienstag die Vortrags-Besucher.
Bild: Schröder
Emden - Der dänische Energiekonzern Dong hat noch keinen Beschluss gefasst, ein Kohlekraftwerk in Emden zu bauen. Aber Entwicklungschef Jens Clausen kündigte am Dienstagabend bei einem Vortrag vor dem Nautischen Verein zu Emden an, dass noch in diesem Jahr eine Machbarkeitsstudie fertig werden soll und unter Umständen noch 2009 das Genehmigungsverfahren eingeleitet wird. "Wir machen jetzt eine Voruntersuchung und werden einen engeren Kontakt zur Region aufbauen", sagte Clausen.
Vor seinem Auftritt musste Clausen durch ein kleines Spalier von Kohlekraftwerksgegnern, die mit Pfiffen ihrem Unmut über die Kraftwerksplanungen Ausdruck gaben. "Ich merke, dass es Widerstand gibt. Es ist uns wichtig, dass die Mehrheit der Bevölkerung dafür ist", sagte Clausen.
Der Kohlespeicher würde Vorräte für Monate aufnehmen
Die Pläne sind gewaltig: Nach den derzeitigen Dong-Vorstellungen nimmt das Kohlekraftwerk am Rysumer Nacken einen Platz von 50Hektar sein - das sind fast 100 Fußballfelder. Dong will mehr als 2,5 Milliarden Euro investieren. Jährlich würden 3,6 Millionen Tonnen Kohle aus Südafrika, Australien, Kolumbien und Russland per Schiff an den Rysumer Nacken geliefert. Die Leistung liegt bei 1600 Megawatt. Das Kesselhaus erreicht eine Höhe von 120 Metern - das entspricht ungefähr der Turmhöhe der benachbarten Riesen-Windenergieanlagen.
Der Schornstein wäre sogar 150 Meter hoch. Zudem muss ein großes, von Wänden umgebenes Kohlelager angelegt werden, das einen Vorrat für drei bis sechs Monaten aufnimmt. Acht Millionen Tonnen Kohlendioxid würde das Kraftwerk pro Jahr an die Umwelt abgeben, zudem würden Massen von aufgeheiztem Kühlwasser aus der Ems in den Fluss zurückgeleitet.
Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Donnerstag, 14. Mai, in der Ostfriesen-Zeitung.
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Leser-Kommentare:
Ingo schreibt am 19.05.2009:
Gruß aus Berlin: Wir schicken Euch Kraft, Ideen und Durchhaltevermögen - hier bei uns hat es geklappt wir haben Vattenfall mit seinen Plänen durchkreuzt.



Hier ein Gruß von unserem Blog:



http://kohle-nur-noch-zum-grillen.de/2009/05/nein-kohle-nicht-zum-stromerzeugen-nur-noch-zum-grillen/
Ein besorgter Ostfriese schreibt am 15.05.2009:
Schon traurig:



die Emder Politik macht eine (Lust-)Reise zu Dong, anschl. wird man für das \\\\\\\"Dinosaurier-Kraftwerk\\\\\\\" stimmen...es bringt ja schliesslich Geld in die Stadtkasse.



Erst das Abholzen von Bäumen, nun Umweltverschmutzung im gr. Stil.



Die Küste/Inseln werden für den evtl. Urlauber immer uninteressanter, im Ausland werden(durch Kohleabbau, Schiffsbau für Kohlefrachter, philip. Besatzungen, etc.) Jobs dadurch geschaffen und hier in Emden die Luft verpestet.







Naja, es sind ja bald Wahlen und es bleibt zu hoffen das die Bürger an die Schandtaten der Poltik dabei denken werden!



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