Die Hammerwerferin Andrea Bunjes konnte über Erfolg in Schönebeck nicht jubeln. Die Ostfriesin, die für Eintracht Frankfurt startet, siegte mit 68,13 Metern. Sie hatte sechs Meter Vorsprung.
Schönebeck - Der Hammer von Andrea Bunjes fliegt im Wettkampf einfach nicht über die verflixte 70-Meter-Marke. Auch beim Wettkampf in Schönebeck bei Magdeburg zeigte die Ostfriesin, die mittlerweile für die LG Eintracht Frankfurt startet, eine akzeptable Vorstellung. Doch der Sieg mit 68,13 Metern gab
zu Jubelsprüngen keinen Anlass. Denn Bunjes verfehlte um 187 Zentimeter das Ticket für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft Mitte August in Berlin. "Ich stand mir mal wieder selber im Weg", kommentierte die 33-Jährige ihr Ergebnis. "Mich ärgert, dass ich nicht das zeigen kann, was mir im Training gelingt."
Ex-Trainer Klaus Beyer vom SV Holtland hat trotzdem ein Lob für Andrea Bunjes parat: "Sie wirft auf einem konstant hohen Niveau - viel weiter als im vergangenen Jahr." Trotzdem hat Bunjes in dieser Saison erst einmal die 70 Meter übertroffen. Zweimal ist aber Pflicht, um bei der WM dabei zu sein. Aus Beyer-Sicht wäre es aber nicht sinnvoll, wenn der Verband letztendlich allzu sehr auf der Norm beharren würde. "Vier Frauen dürfen für Deutschland starten. Da wäre es doch bitter, wenn im eigenen Land nur zwei gemeldet werden - zumal Andrea die Norm ja schon einmal erfüllt hat." Mehrfach schafften dies bislang nur Weltmeisterin Betty Heidler und Kathrin Klaas. Außer Andrea Bunjes kommt auch keine weitere deutsche Werferin für 70-Meter-Würfe infrage.
Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Freitag, 19. Juni, in der Ostfriesen-Zeitung.