Greetsiel - Die Bürgerinitiative "Stopp Greetland" hat nach eigenen Angaben bisher 1800 Unterschriften gegen den geplanten Nordseeferienpark "Greetland" gesammelt. Bewohner der umliegenden Dörfer und vor allem auch Gäste hätten damit ihren Unmut über die Pläne der Gemeinde Krummhörn zum Ausdruck gebracht.
Auf der jüngsten Versammlung der BI habe man die Anwesenden darüber informiert, dass die aktuell gültigen Pläne des Investors von denen Abweichen, die der Öffentlichkeit bekannt seien. So habe sich die geplante Bettenzahl von bisher 978 auf inzwischen 1184 erhöht. Außerdem sei der Wellnessbereich erheblich vergrößert worden. Das "angepriesene große Erlebnis- und Spaßbad" mit Riesenrutsche entpuppe sich als Bad mit einer Beckengröße von nur 350 Quadratmetern. "An der so genannten Warft ist geplant, eine Längsseite mit meterhohen Betonelementen zu versehen", teilte die BI weiter mit.
Die Bürgerinitiative hat mit einer Wortmeldung von Insa Uphoff deutlich klargestellt, dass sie eine Förderung des Tourismus in der Krummhörn wünscht und unterstützt. Investitionen in diese Richtung werden begrüßt. Allerdings wünsche sie sich einen "sanften Tourismus", der der Region, den Ortschaften und dem Weltnaturerbe gerecht werde. Mit der Gemeinde zusammen möchte sie ein Projekt zu einem touristischen Leitbild für ganz Krummhörn entwickeln.