Wittmund

Esens

Umweltkeim im Trinkwasser gefunden

Eine Gesundheitsgefahr geht von dem Trinkwasser nicht aus. Bild: Pixabay

Im Wasserwerk Harlingerland in Moorweg wurde ein Umweltkeim im Trinkwasser gefunden. Für die Gesundheit stelle der Keim keine Gefahr dar, heißt es vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband.

Esens - Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) wird das Wasserwerk Harlingerland technisch nachrüsten. Der Grund: Bei Kontrollen wurde ein Umweltkeim im Trinkwasser gefunden. Dieser sei für die Gesundheit unbedenklich, im Trinkwasser allerdings „unerwünscht“, wie es heißt. Für die Kunden bestehe keine Gefahr: „Das Leitungswasser kann bedenkenlos verwendet werden.“

Im Labor nachgewiesen wurde der Mitteilung des OOWV zufolge der Umweltkeim „Serratia fonticola“, der vielfach in der Umwelt vorkommt. Erst durch die Umstellung auf ein vom Gesetzgeber gefordertes neues Analyseverfahren konnte der Umweltkeim im Labor entdeckt werden. Die über viele Jahre angewandte herkömmliche mikrobiologische Untersuchungsmethode konnte ihn nicht nachweisen. Hierzu erklärt OOWV-Bereichsleiter Andreas Körner: „Der Fund zeigt, dass unsere strengen Kontrollen funktionieren. Im Sinne der Transparenz ist es uns wichtig, unsere Kunden zu informieren.“

OOWV informiert im Internet

Dr. Katharina Kohls, Mikrobiologin vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamts am Standort Aurich, wird vom OOWV in der Mitteilung zitiert: „Wie auch andere Lebensmittel ist Trinkwasser generell nicht keimfrei. Auch nach sachgerechter Aufbereitung enthält es eine Vielzahl an Mikroorganismen. Dies ist gesundheitlich unbedenklich.“

Das Wasserwerk Harlingerland versorgt Teile der Landkreise Wittmund, Aurich und Friesland sowie nördliche Teilbereiche der Stadt Wilhelmshaven.

Bekannt ist, dass der nachgewiesene Umweltkeim auch bei anderen Wasserversorgern im In- und Ausland vorkommt. In Abstimmung mit den Gesundheitsämtern werden die ohnehin strengen Kontrollen durch zusätzliche Probenentnahmen verstärkt. Andreas Körner: „Neben der Ursachenforschung werden wir technische Lösungen umsetzen.“ Wichtige Fragen und Antworten zum Umweltkeim „Serratia fonticola“ hat der OOWV auf seiner Internetseite veröffentlicht.

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