Leer

Ostfriesland

OZ-Weihnachtsaktion: Hilfe für kranke Kinder

Von Antonia Rühle

Die Ostfriesen-Zeitung sammelt bei ihrer diesjährigen Weihnachtsaktion Spenden für den Förderverein „Bunter Kreis“. Die Einrichtung betreut Familien mit Frühchen und schwer kranken Kindern auch in Ostfriesland.

Ostfriesland - Da gibt es die Mutter, die mit ihrem Frühchen aus dem Krankenhaus entlassen wird – doch wie hält sie ihre winzigkleine Tochter auf dem Arm, ohne ihr weh zu tun? Die Frau hat Berührungsängste, ist mit der neuen Situation noch ein wenig überfordert. Das Kind einer anderen Familie hat einen Herzfehler. Regelmäßig muss der kleine Junge ins Krankenhaus – doch wer soll die Fahrtkosten übernehmen? Die Familie selbst kann sie nicht aufbringen.

Wenn ein Kind viel zu früh geboren wird oder chronisch krank ist, ist das für viele Familien eine große Herausforderung. Für viele ist im Alltag plötzlich nichts mehr so, wie es einmal war. In diesem Fall bietet der „Bunte Kreis Nord-West-Niedersachsen“ seine Hilfe an. Die Nachsorgeeinrichtung am Marien-Hospital in Papenburg kümmert sich auch um Familien in Ostfriesland. Diesen Einsatz möchte die Ostfriesen-Zeitung mit ihrer diesjährigen Weihnachtsaktion unterstützen und Spenden für den Förderverein der Einrichtung sammeln.

„Eltern sollen ein Gefühl der Sicherheit bekommen“

Die Weihnachtsaktion

Mit ihrer Spende unterstützen Sie in diesem Jahr den Förderverein Bunter Kreis Nord-West-Niedersachsen e.V.

Spendenkonto: 2412000

IBAN: DE36285900750002412000

BIC: GENODEF1LER

Ostfriesische Volksbank Leer

Der „Bunte Kreis“ betreut vor allem Familien mit Frühchen. „Wir helfen ihnen in der ersten Zeit häufig im Alltag zu Hause und begleiten sie zum Beispiel zu Arztterminen. Die Eltern sollen so ein Gefühl der Sicherheit bekommen“, erklärt Angela Hebbelmann. Sie organisiert die ambulanten Hilfen und leitet die Sozialmedizinische Nachsorge. Diese Art der Hilfe umfasst neben der medizinischen Versorgung auch das Lösen von seelischen und finanziellen Problemen.

Zu dem Team der Sozialmedizinischen Nachsorge gehören – neben den Gesundheits- und Kinderkrankenschwestern – Sozialpädagogen, Kinderärzte und Psychologen. Nach dem Klinikaufenthalt können Betroffene von der Krankenkasse eine Verordnung für diese Sozialmedizinische Versorgung bekommen.

„Da springen wir als Förderverein ein“

Ist diese Leistung ausgeschöpft, kommt der Förderverein des „Bunten Kreises“ ins Spiel. „Um sich um sein schwer krankes Kind kümmern zu können, muss häufig eines der Elternteile seine Arbeit aufgeben“, sagt Heide Heyen-Strehlau, Vorsitzende des Fördervereins. Oft komme es in der Familie dann zu finanziellen Engpässen.

„Da springen wir als Förderverein zum Beispiel ein und übernehmen die Hilfsmittelzuzahlungen für einen speziellen Kinderwagen“, erklärt Heyen-Strehlau. Für diese und viele weitere Hilfeleistungen ist der Verein immer wieder auf Spenden angewiesen.

Momentan betreut der „Bunte Kreis“ 68 Familien, die eine Verordnung von der Krankenkasse haben. Hinzu kommen die Betroffenen, deren Verordnung nicht mehr gültig ist. „Mittlerweile haben wir auch immer mehr Familien ohne einen Antrag“, sagt Kinderärztin Renate Köhler. „Uns ist es wichtig, alle Familie betreuen zu können“, ergänzt Angela Hebbelmann. Schließlich sollen alle einmal eigenständig leben können. Die Mutter soll keine Angst mehr haben, ihre Tochter im Arm zu halten, der kleine Junge soll auch weiterhin im Krankenhaus behandelt werden.

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