Rheiderland

Jemgum

Stärkerer Einsatz für sozialen Wohnungsbau

Seniorenwohnungen sind gefragt: Im Alter wünschen sich viele Menschen eine von der Quadratmeterzahl überschaubare ebenerdige Wohnung. Bild: Gettkowski

Die Ratsgruppe Jemgum 21/Wir für Jemgum regt die Erstellung eines Freiflächenkatasters für den Ort Jemgum an. Nach Auffassung der Gruppe werden in Jemgum dringend kleine Wohneinheiten benötigt.

Jemgum - Altenwohnungen im Rheiderland sind gefragt. Für die 43 Wohnungen beim Altenzentrum Rheiderland gibt es eine Warteliste mit 200 Bewerbern. Die Ratsgruppe Jemgum 21/Wir für Jemgum will auch in der Gemeinde Jemgum die Diskussion über das Thema anstoßen. „Dies betrifft insbesondere Senioren, aber auch junge Paare und Singles“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Gruppe Jemgum 21/Wir für Jemgum hat für die nächste Sitzung des Ausschusses Raumplanung am 13. Juni einen Antrag eingebracht. Als ein erster Schritt soll die Verwaltung aufgefordert werden, ein Freiflächenkataster für den Ort Jemgum zu erstellen.

Der brachliegende alte Sportplatz der Carl-Goerdeler-Schule

Anlass war die Diskussion über die Ausweisung von Neubaugebieten, die durch die überarbeitete Fassung des Flächennutzungsplans der Gemeinde eingeschränkt wird. Nach Auffassung der Ratsgruppe würden in der Gemeinde aber nicht nur Möglichkeiten für den Bau von Einfamilienhäusern benötigt. Kleinere und günstige Wohnungen seien ebenso nötig. Dafür müssten aber zunächst geeignete Flächen ausgelotet werden.

Als ein Beispiel bringt die Ratsgruppe den brachliegenden alten Sportplatz der Carl-Goerdeler-Schule ins Gespräch. „Ein sinnvolles Konzept könnte auf der fast 10 000 Quadratmeter großen Fläche kleinere Wohneinheiten für Senioren wie für junge Paare, für Alleinerziehende und Singles vereinen“, so die Mitteilung.

Dr. Walter Eberlei, Vorsitzender der Ratsgruppe: „Dieses Gelände wäre ein hervorragend geeigneter Standort für den Bau sozialer und seniorengerechter Wohneinheiten mitten im Dorf.“ Ein solches Projekt böte mehrere Vorteile: Schaffung günstigen Wohnraums, Zusammenleben von Jung und Alt, Stärkung des Dorfkerns, Verdichtung der Wohnbebauung. Ebenso würden damit voraussichtlich Einfamilienhäuser in Siedlungen frei werden, deren Bewohner eine seniorengerechte Wohnung im Dorfkern vorziehen. „Hier könnten wiederum neue Möglichkeiten für größere Familien mit mehr Platzbedarf entstehen“, so Eberlei. Kauf und Umbau eines bestehenden Einfamilienhauses seien wesentlich günstiger als ein Neubau, zumal für neue Baugrundstü-cke inzwischen Summen von etwa 100 Euro pro Quadratmeter kalkuliert werden.

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