Aurich

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CDU-Politiker: Auf Schottergärten verzichten

Wer seinen Vorgarten so gestaltet, will sich Arbeit sparen. Archivbild: Ortgies

Der Fachmann und Auricher Ratsherr Erich Fokken (CDU) rät Hauseigentümern davon ab, Schottergärten anzulegen. Die vermeintliche Arbeitsersparnis werde sich rächen.

Aurich - Die Zunahme von Schottergärten ist den meisten Mitgliedern des Auricher Rats ein Dorn im Auge. Uneins sind sich die Politiker allerdings in der Frage, wie man dagegen vorgehen sollte. Der CDU-Ratsherr Erich Fokken ist Gärtnermeister und Vorsitzender des Bauausschusses. Er ist der Ansicht, dass sich das Problem von selbst erledigen wird, da die Steingärten unpraktisch seien.

Der Fachmann appelliert an Hauseigentümer, nicht auf eine bunte Bepflanzung der Vorgärten zu verzichten. „Jede Kiesfläche ist im Prinzip eine Wüste, ein verlorener Lebensraum für Kleinsttiere“, heißt es in Fokkens Stellungnahme, die CDU-Fraktionschef Arnold Gossel am Freitag veröffentlicht hat.

Verzicht auf die juristische Keule

Gerade junge Gartenbesitzer bevorzugten Steingärten, hat Fokken beobachtet, weil sie sich dadurch eine Arbeitsersparnis erhofften. Berufliche Verpflichtungen und wenig Zeit der Hauseigentümer lasse die ursprünglich angenehme Freizeitarbeit der Gartenpflege als lästige und anstrengende Verpflichtung erscheinen. Doch die vermeintliche Arbeitsersparnis sei keine, denn nach zwei bis drei Jahren sei die verschotterte Fläche verkrautet. Dann müsse sie umständlich von Hand gereinigt oder mit großem finanziellen Aufwand beseitigt werden.

Daher solle man die Gärten bepflanzen, empfiehlt Fokken. „Das bedeutet am Anfang zwar etwas mehr Aufwand, aber dafür viel mehr Vorteile für den Garten, für die Umwelt und letztlich auch für die Gartenbesitzer.“ Außerdem seien die Kosten für die Unterhaltung und Pflege eines ideal bepflanzten Gartens auf lange Sicht geringer als bei einer Verschotterung.

Von der Kommunalpolitik könne das Problem nur bedingt und in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung angepackt werden, meint Fokken. Man müsse nicht mit der juristischen Keule drohen, findet der CDU-Politiker. Die CDU setze stattdessen auf Information. Dann werde sich das Problem von selbst erledigen.

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