Aurich

Aurich

Sobibor-Fotos: Heimatforscher erzählt von Fund

Der Heimatforscher Hermann Adams mit dem Buch „Fotos aus Sobibor“: Der 78-Jährige entdeckte die Aufnahmen auf einem Dachboden in Westoverledingen. Bild: Wieking

Der Heimatforscher Hermann Adams machte vor sechs Jahren einen historischen Fund: Er entdeckte Fotos aus dem Konzentrationslager Sobibor. Darüber wird er jetzt in Aurich einen Vortrag halten.

Das Foto zeigt unter anderem den Lagerkommandanten des Vernichtungslagers Sobibor, SS-Hauptsturmführer Franz Reichleitner (2. von links) und seinen Stellvertreter, den SS-Untersturmführer Johann Niemann (3. von links), der aus Völlen stammt. Bild: United States Holocaust Museum
Aurich - Als der Heimatforscher Hermann Adams aus Ihrhove vor sechs Jahren in einer Publikation über die Zeit des Nationalsozialismus den Namen Johannes Niemann aus Völlen entdeckt, begab er sich auf die Suche nach möglichen Nachkommen.

Dabei machte er einen Zufallsfund, der kürzlich weltweit für Schlagzeilen sorgte: Er entdeckte hunderte Fotos und Dokumenten aus dem Vernichtungslager Sobibor im heutigen Polen. Die Bilder gehörten Johannes Niemann, dem damals stellvertretenden Lagerkommandanten. Schätzungen zufolge wurden in dem Lager in den Jahren 1942 und 1943 rund 180 000 Menschen ermordet.

Video

Dafür verantwortlich: Johann Niemann. Hermann Adams wird beim Treffen der Arbeitsgemeinschaft Lokal- und Regionalgeschichte am Freitag, 28. Februar, in Aurich von seinem Fund und dessen historischer Auswertung berichten. Dazu ist auch die Öffentlichkeit eingeladen. Beginn ist um 15 Uhr im Forum der Ostfriesischen Landschaft. Mittlerweile sind die „Fotos aus Sobibor“ als Buch erschienen. Unklar ist bis heute, wer sie aufgenommen hat.

zur mobilen Webseite

Die Online-Angebote der Zeitungsgruppe Ostfriesland

© ZGO Zeitungsgruppe Ostfriesland GmbH - technische Umsetzung ActiView GmbH