Emden

Politik

Hilfe für Krummhörner Vereine: FBL übt Kritik an SPD-Vorschlag

Im Oktober 2019 feierte die Ländliche Akademie Krummhörn im „Remember“ in Pewsum die Premiere von „Keine Wahl ist keine Wahl“. Seit dem Frühjahr 2020 sind Veranstaltungen wie diese coronabedingt nicht mehr möglich. Archivbild: Kiefer

Die SPD möchte Vereinen in der Krummhörn, die durch Corona in finanzielle Schwierigkeiten gekommen sind, helfen. Die FBL hält nichts davon, „mit der Gießkanne Gelder zu verteilen“.

Krummhörn - Die Freie Bürgerliste Krummhörn (FBL) kritisiert den Vorstoß der Krummhörner SPD, 50.000 Euro für Vereine in der Coronakrise in den aktuellen Haushalt einzuplanen. Über den Vorschlag muss noch in den politischen Gremien abgestimmt werden.

Die FBL spricht sich gegen den Vorschlag aus, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. Die SPD mache Wahlkampf mit dem Geld der Gemeinde, heißt es in einer Mitteilung der FBL. „Nach dem Vorstoß der SPD reiben wir uns verwundert die Augen. Im Angesicht einer sich verdoppelten Verschuldung der Gemeinde, fordert die SPD, mit der Gießkanne Gelder zu verteilen“, schreibt Heiko Ringena.

Hilfe nur nach Prüfung

Natürlich dürfe man Vereinen, die aufgrund der Pandemie in Existenznot geraten sind, nicht alleine lassen. „Die Vereine sind der Kitt, der die Gemeinschaft zusammenhält. Sie sind die Basis jedes gemeindlichen Lebens“, so die FBL. Aber man könne in der finanziellen Situation, in der sich die Gemeinde befinde, „nicht einfach mal eben 50.000 Euro mit der Gießkanne verteilen“.

Die FBL spricht sich grundsätzlich dafür aus, Vereinen, die aufgrund der Pandemie finanziell vor dem Aus stehen, zu helfen. Allerdings nicht pauschal, sondern im Einzelfall nach einer „gründlichen Prüfung durch den Bildungsausschuss“.

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