Schülerbeiträge

Leerhafe/Varel

Grundschüler lernten viel über Porzellan

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Grundschüler der Klasse 4a aus Leerhafe lernten viel zum Thema Porzellan: Die Jungen und Mädchen haben sich die Fabrik in Varel bei einem Besuch ganz genau angesehen. Sie beschäftigten sich unter anderem mit der Fertigung, der Verpackung und dem Verkauf. Bild: Privat
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Von der Klasse 4 a

Jungen und Mädchen haben sich die Fabrik in Varel bei einem Besuch ganz genau angesehen. Die Kinder aus Leerhafe gingen der Fertigung alltäglicher Gebrauchsgegenstände auf den Grund.

Leerhafe/Varel - Die Klasse 4 a der Grundschule Leerhafe hat im Rahmen des Projektes „Lese-Leuchten“ an einem außerschulischen Lernort recherchiert: bei der Friesland Porzellanfabrik in Varel. In diesem Artikel beschreiben die Schüler, was sie dort alles herausgefunden haben.

Friesland Porzellanfabrik

Die Friesland Porzellanfabrik liegt in Varel und hat heute 60 Mitarbeiter, vor 40 Jahren waren es noch 1300 Mitarbeiter. Die Fabrik ist 130 000 Quadratmeter groß. Die Porzellanfabrik gibt es schon seit 1953 und sie ist 61 Jahre alt. Die Fabrik wurde von Horst Bentz im Jahre 1953 unter dem Namen „Melitta“ übernommen. (Anke, Juliane, Finn-Ole und Ole)

Was ist Porzellan?

Porzellan besteht aus drei Rohstoffen. Die drei Rohstoffe heißen Quarz, Kaolin und Feldspat. Quarz und Feldspat sind zu je 15 Prozent und Kaolin zu 70 Prozent im Porzellan enthalten. Porzellan wurde im Jahre 620 vor Christus in China erfunden. Die Chinesen wollten eigentlich Gold erzeugen, aber daraus wurde am Ende Porzellan.

Chinesisches und europäisches Porzellan sind sich sehr ähnlich. Das europäische Porzellan wurde am 15. Januar 1708 von Johann Friedrich Böttcher und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus in Dresden erfunden. Am 28. März im Jahr 1709 haben sie den Menschen bekannt gegeben, dass sie das europäische Porzellan erfunden haben. Am 6. Juni 1710 wurde in Meißen auf der Albrechtsburg die erste europäische Porzellanfabrik gebaut.(Johanna, Justin, Rieke und Nele)

Fertigung

Zuerst muss man das Kaolin, Quarz und Feldspat zu einer Porzellanrohmasse zusammenmischen. Diese wird in eine Presse gesteckt und die Presse drückt die Flüssigkeit heraus. Durch diesen Pressvorgang entstehen große Platten, die mit einem Fließband transportiert werden. Es werden Streifen von der Platte abgetrennt und zu Würsten geformt. Diese werden in eine Tellerform gegeben. Aus ihnen wird dann ein Teller geformt. Dieser Teller wird nun auf einem Fließband in den Ofen befördert und dort gebrannt. Um Kannen herzustellen, muss man eine flüssige Masse aus den bereits genannten Bestandteilen in eine Form gießen. Der Vorgang der Verfestigung der Masse dauert etwa 20 Minuten. Zum Abschluss werden noch die Henkel angeklebt.

In der Tassen-Produktionsmaschine werden Tassen hergestellt. An einem riesigen Topf mit Farbe steht ein Mitarbeiter und tunkt die Tassen in die farbige Glasur. Damit die Glasur trocknen kann, wird die Tasse auf ein Fließband gestellt. Anschließend werden die Tassen in einem großen Ofen bei etwa 1400 Grad gebrannt. Danach fühlen sich die Tassen ganz glatt an. Um Eierbecher zu färben, sitzt ein Mitarbeiter mit einem Pinsel auf einem Stuhl und hält einfach nur dem Pinsel mit der Farbe gerade an die Eierbecher. Die Eierbecher drehen sich und so entsteht ein dünner Rand. Um auf Teller und Tassen Muster zu bekommen, gibt es Dekorbilder, die man auf das Porzellan klebt. Die beklebten Gegenstände kommen in den Ofen, wo das Brennen etwa sechs Stunden dauert. Dann sind die Porzellanteile fertig. (Daria, Maya, Oke und Rene R.)

Kontrolle, Verpackung, Verkauf und Versand

Ein Mitarbeiter der Porzellanfabrik guckt sich das Geschirr genau an, teilweise mit einer Lupe. Wenn alles in Ordnung ist, ist es die erste Wahl und wenn es kleine Fehler hat, kommt es in die zweite Wahl. Dann wird die Ware eingepackt. Neben der Porzellanfabrik gibt es einen Fabrikverkauf, dort kann man das Geschirr erster und zweiter Wahl kaufen. Wenn man zu weit weg wohnt, kann man Geschirr auch per Internet bestellen. Danach wird die Ware per Post zugeschickt. Nun können sich die Käufer am Porzellan erfreuen. (Lea-Sophie, Natascha, Hanke und Rene W.)

Während dieser Werksführung haben wir sehr viel über Geschirr gelernt und gesehen. Herr Wehrmann hat uns alles ganz genau erklärt und viele Fragen beantwortet. Zum Schluss haben wir zur Erinnerung bunte Becher bekommen. Das war ein schöner und interessanter Vormittag, vielen Dank.

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