Bundesliga Leverkusen siegt, BVB patzt - Fans protestieren erneut

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Von dpa
| 17.02.2024 18:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
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Leverkusen festigte durch den Sieg in Heidenheim die Tabellenführung. Foto: Tom Weller/dpa
Leverkusen festigte durch den Sieg in Heidenheim die Tabellenführung. Foto: Tom Weller/dpa
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Viele Unterbrechungen, aber kein Abbruch: Die Fan-Proteste bestimmen erneut die Spiele der Fußball-Bundesliga. Sportlich ist vor allem Bayer Leverkusen zufrieden - auch dank einer Bestmarke.

Andauernde Fan-Proteste haben bei den Spielen der Fußball-Bundesliga erneut für Unterbrechungen gesorgt.

In der einzigen Partie, die wegen der Aktionen von den Rängen am Nachmittag nicht unterbrochen werden musste, gewann Tabellenführer Bayer Leverkusen mit 2:1 (1:0) bei Aufsteiger 1. FC Heidenheim und baute seinen Vorsprung auf Verfolger FC Bayern München vorübergehend auf acht Punkte aus. Die Leverkusener blieben wettbewerbsübergreifend zum 32. Mal nacheinander ohne Niederlage und stellten die Bestmarke des FC Bayern ein. Die Münchner sind am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) beim VfL Bochum gefordert sind.

Borussia Dortmund kassierte durch das 1:1 (1:0) beim VfL Wolfsburg einen Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze. Der VfB Stuttgart gab sich dagegen beim 2:1 (1:0) bei Schlusslicht SV Darmstadt 98 keine Blöße. Der FSV Mainz 05 bescherte seinem neuen Trainer Bo Henriksen durch das 1:0 (1:0) gegen den FC Augsburg einen perfekten Einstand. Der 1. FC Union Berlin siegte dank eines späten Treffers von Brenden Aaronson (84. Minute) mit 1:0 (0:0) bei der TSG 1899 Hoffenheim. Beide Teams beendeten die Partie nach Gelb-Roten Karten gegen Stanley Nsoki (45.+3) und Unions Kevin Volland (45.+6) in Unterzahl.

Leipzig nutzt BVB-Patzer

Am Abend gewann RB Leipzig sein Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:0 (1:0) durch Tore von Xavi Simons (14. Minute) und Lois Openda (57.). Es blieb ungewöhnlich still im Leipziger Stadion, weil eine Person nach erfolglosen Reanimationsversuchen im Leipziger Stadion starb.

Auch die rund 3500 angereisten Gästefans hielten sich mit ihrem Support zurück, „da ein Mitglied der Fanszene bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist“, wie Borussia Mönchengladbach während der Partie auf X bekannt gab.

Unterbrechungen in vier Stadien

In vier anderen Stadien hatten die Anhänger mit ihren Protest-Aktionen erneut für Unterbrechungen gesorgt. In Mainz und Hoffenheim standen die Partien gar vor dem Abbruch, nachdem die jeweiligen Schiedsrichter die Teams in die Kabine geschickt hatten. Nach der Pause konnten die Spiele aber fortgesetzt werden. Zuvor waren von den Fans unter anderem Tennisbälle auf den Rasen geworfen, Schmähgesänge in Richtung der Deutschen Fußball Liga angestimmt und zahlreiche Protest-Plakate gezeigt worden. 

Die DFL will für eine prozentuale Beteiligung an den TV-Erlösen von einem Finanzinvestor eine Milliarde Euro kassieren. Bei der Abstimmung der 36 Proficlubs über den Deal war die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit nur knapp zustande gekommen. Viele Fans protestieren in den Stadien seit Wochen vor allem durch das Werfen von Gegenständen gegen den Einstieg, immer wieder werden Spiele unterbrochen.

Füllkrug-Tor reicht Dortmund nicht

Jeremie Frimpong (45.+2) und Amine Adli (81.) schossen die Tore für die Leverkusener. Der Anschlusstreffer durch Tim Kleindienst (87.) war für Heidenheim zu wenig.

Dortmund ging in Wolfsburg früh durch das elfte Saisontor von Nationalspieler Niclas Füllkrug (8.) in Führung. Doch Yannick Gerhardt (64.) gelang der Ausgleich für die Wölfe.

In Darmstadt entwickelte sich eine ereignisreiche Anfangsphase mit der Stuttgarter Führung durch Torjäger Serhou Guirassy (14.). VfB-Profi Pascal Stenzel sah in der 25-minütigen Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte (44.+22). Mahmoud Dahoud (90.+2) sorgte für das 2:0, ehe Aaron Seydel (90.+5) für Darmstadt nochmal verkürzte.

Abwehrspieler Sepp van den Berg sorgte mit einem Kopfballtreffer (44.) für einen Traumstart des neuen Trainers Henriksen. Den verschossenen Foulelfmeter von Nadiem Amiri (45.+7) konnte Mainz daher verkraften. Der Augsburger Mads Pedersen sah in der Schlussphase die Rote Karte wegen groben Foulspiels (90.+12).

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