Radsport „Fährt in einer anderen Welt“: Pogacar dominiert den Giro

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Von dpa
| 20.05.2024 12:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Der Slowene Tadej Pogacar jubelt nach seinem Sieg. Foto: Gian Mattia D’Alberto/LaPresse/AP
Der Slowene Tadej Pogacar jubelt nach seinem Sieg. Foto: Gian Mattia D’Alberto/LaPresse/AP
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Wer soll Tadej Pogacar stoppen? Die Frage lässt sich aktuell einfach beantworten: niemand. Auf der Königsetappe des Giro lässt er eindrucksvoll die Muskeln spielen.

Tadej Pogacar lässt der Konkurrenz bei der 107. Auflage des Giro d’Italia weiterhin keine Chance. Nach 15 Etappen und vor dem nächsten Teilstück bestätigt sich der Eindruck, der schon vor dem Beginn der Italien-Rundfahrt herrschte: Der Rad-Star dominiert nach Belieben. Nach seinem bereits vierten Tagessieg bei der Königsetappe am Sonntag scheint es aktuell undenkbar, dass am 26. Juni in Rom ein anderer Radrennfahrer die „Trofeo Senza Fine“ für den Giro-Sieg entgegennimmt. Nur ein Sturz oder eine Erkrankung dürften den Slowenen noch stoppen. 

„Heute war einer der besten Tage für mich“, sagte Pogacar nach seiner spektakulären Klettershow. Schon vor der Rundfahrt hatte er sich auf die Königsetappe gefreut. Sein größter Konkurrent Geraint Thomas war nach dem nächsten dominanten Auftritt von Pogacar voller Hochachtung: „Er ist einfach auf einem anderen Level. Er fährt in einer anderen Welt.“

Pogacar verdoppelt Vorsprung

Der zweimalige Tour-de-France-Sieger hatte seinen Vorsprung auf dem 15. Teilstück verdoppelt. Pogacar thront in der Gesamtwertung nun mit schier uneinholbaren 6:41 Minuten vor dem Briten Thomas, 6:56 Minuten vor Daniel Felipe Martinez vom deutschen Top-Team Bora-hansgrohe. Laut den Giro-Organisatoren ist es ist der größte Abstand zwischen dem Ersten und dem Zweiten nach 15 Etappen beim Giro seit 1954.

Am Wochenende hatte der 25-Jährige schon am Samstag seine ganze Klasse gezeigt. Zwar unterlag er im Einzelzeitfahren am Gardasee als Zweiter dem Ex-Weltmeister Filippo Ganna. Doch der Slowene baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung schon einen Tag vor dem Meisterstück im Skigebiet von Mottolino weiter aus - und legte dann auf der höchst anspruchsvollen Gebirgsetappe noch einmal kräftig nach.

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