Wittmund
Daten sollen das Klima schützen

Wittmund - Ein integriertes Klimaschutzkonzept für den Landkreis Wittmund wird geschaffen. Das kreisweite Zukunftsprojekt ist im März dieses Jahres in Angriff genommen, es begann mit einer ersten Datenerhebung und einer Sitzung der Lenkungsgruppe. Am Donnerstag nun fand als Auftaktveranstaltung ein öffentliches Klimaforum in der Stadthalle Wittmund statt.
Der Wittmunder Landrat Matthias Köring bezifferte die Kosten für das Konzept auf 79 000 Euro, davon zahle das Bundesumweltministerium allerdings 85 Prozent. Ein Klimawandel sei spürbar, ein steigender Meeresspiegel könne das Weltnaturerbe Wattenmeer und damit den für die Region wichtigen Tourismus gefährden, erklärte Köring. Mit dem Klimaschutzkonzept müssten praktische Ziele definiert werden, die jeder einzelne erfüllen könne, denn „Klimaschutz geht jeden an“, so der Landrat.
Man wolle die vielfältig vorhandenen Initiativen und Aktivitäten aufgreifen und stärken
Moderator des Abends war Dr. Heiko Rüppel vom Projektteam, dem Experten der Thalen Consult GmbH aus Neuenburg und der Klima und Energieeffizienz Agentur (KEEA) aus Kassel angehören. Ziel sei es, die Chancen zur Erhöhung der Lebensqualität und zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung durch Klimaschutzmaßnahmen aufzuzeigen. Man wolle die vielfältig vorhandenen Initiativen und Aktivitäten aufgreifen und stärken, aber auch neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln, so Dr. Rüppel. Es gehe um umsetzbare Projekte und Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Mobilität, Wohnen, Unternehmen, Tourismus und Verwaltung.
Mit Hilfe von kompetenten Firmen, engagierten Bürgerinnen und Bürgern, durch Gespräche und Arbeitsgruppen seien erste Maßnahmenvorschläge und Projektideen entwickelt worden. „Bei dem Auftakt konnte die vorbereitete Themenpalette noch erweitert werden“, konstatierte der stellvertretende Landrat Hans Hinrichs, der sich sehr zufrieden über den Verlauf der Veranstaltung zeigte.
Ein Klimaschutz-Manager oder -Managerin im Kreis sei eine „logische und wünschenswerte Konsequenz“
Im September kommt die Lenkungsgruppe erneut zusammen, bevor im Oktober ein Klima-Tag mit Bürgerworkshops folgt. Anfang kommenden Jahres wird das Klimaschutzkonzept in den politischen Gremien beraten. Nach Einschätzung des Landrates Matthias Köring wäre es „eine logische und wünschenswerte Konsequenz“, die Stelle eines Klimaschutz-Managers oder einer -Managerin im Kreis zu schaffen.

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