Emden

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23.06.2012

„22 Meter sind noch kein Hochhaus“

Die Animation des Architektenbüros Stein: So könnte die alte Heringsfischerei einmal aussehen. Letztlich entscheiden aber die Grundstückseigentümer, was sie dort machen. Die Stadt wünscht sich auf jeden Fall eine attraktive Hafenpromenade mit Café oder Re
Die Animation des Architektenbüros Stein: So könnte die alte Heringsfischerei einmal aussehen. Letztlich entscheiden aber die Grundstückseigentümer, was sie dort machen. Die Stadt wünscht sich auf jeden Fall eine attraktive Hafenpromenade mit Café oder Re

Von Heiner Schröder

Der Emder Ratsausschuss hat den Rahmenplan für die Alte Heringsfischerei nach langen Diskussionen gebilligt. Mit der Entscheidung will man die Entwicklung vorantreiben. Was genau an der Lücke zwischen Eisenbahnbrücke und dem Wohngebiet Neuer Delft entsteht, ist noch offen.

Emden - Der Stadtentwicklungsausschuss hat zwar noch keine Entscheidung über die Zukunft der Alten Heringsfischerei getroffen. Aber immerhin eine Vorentscheidung. Nach langen Diskussionen über Wasserflächen, Hochhäuser und Architektenwettbewerbe stimmten am Donnerstagabend alle Ratsfraktionen dem „städtebaulichen Rahmenkonzept“ für die letzte Lücke am Binnenhafen zu. „Das Signal aus dem Rat musste jetzt kommen“, sagte SPD-Ratsherr Gregor Strelow.

Was genau auf den vier Grundstücken zwischen Eisenbahnbrücke und Neuem Delft passiert, ist noch offen. Denn das sei alleine Sache der Grundstückseigentümer, die dort teilweise schon konkrete Vorstellungen hätten, machte Stadtbaurat Andreas Docter deutlich. Nur den Rahmen kann die Stadt setzen. Das jetzt beschlossene Konzept sieht vor, dass drei Gebäude plus ein Hochhaus am Wasser entstehen, dass eine Hafenpromenade ähnlich wie auf der gegenüberliegenden Seite gebaut wird, und dass eine öffentliche Fläche samt Café oder Restaurant errichtet wird. Ebenfalls so ähnlich wie auf der anderen Binnenhafenseite, wo das Restaurant „Hafenhaus“ sich fest etabliert hat.

Gestört haben sich die Ratsfraktionen bei den Diskussionen der vergangenen Wochen daran, dass die öffentliche Fläche in den Hafen hineingebaut wird. Das wollen die Rastmitglieder nicht so gerne, weil sie die innenstadtnahe Hafenfläche möglichst erhalten wollen. Ein zweiter Kritikpunkt war das Hochhaus, das nach Auskunft der Stadtplaner ein Dreieck mit dem Bunker an der Stadtverwaltung und dem Schreyershoek bilden soll. Den Sinn dieses Dreiecks können alle Ratsfraktionen nicht so recht erkennen, auch wenn Docter verdeutlichte, „dass ein Haus mit 22  Metern Höhe noch kein Hochhaus ist“.

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