Emden

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09.07.2012

Ein weiterer Schritt im Kampf gegen Leukämie

Mit Fahnen und jeder Menge Infomaterial machten mehr als 200 Helfer und Helferinnen am Sonnabend Werbung für die Typisierung. Bild: Ortgies
Mit Fahnen und jeder Menge Infomaterial machten mehr als 200 Helfer und Helferinnen am Sonnabend Werbung für die Typisierung. Bild: Ortgies

Von Katrin Hellwig

1780 Menschen kamen am Sonntag zur Typisierung ins Emder Dollart-Center. Mehr als 200 Helfer waren im Einsatz. Der angepeilte Rekord von 5000 Teilnehmern wurde damit aber nicht aufgestellt.

Emden - 1780 Menschen haben sich am Wochenende in Emden als potenzielle Stammzellenspender im Kampf gegen Leukämie typisieren lassen. Damit wurde der von den Organisatoren angepeilte Rekord von 5000 Teilnehmern nicht erreicht. „Diese Zahl wurde zwar als Ziel gesetzt, da sich im Leeraner Emspark damals 4800 Menschen registriert haben. Viel wichtiger ist uns aber, dass jeder Einzelne die wichtigste Person ist“, sagte Leukin-Vorsitzende Anna Fennen während eines Pressegesprächs im Emder Dollart-Center (DOC). Dort konnte man sich am Sonntag für den guten Zweck pieksen lassen. Die AOK hatte die Typisierungs-Aktion gemeinsam mit dem Ostrhauderfehner Verein Leukin sowie der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und neun weiteren Partnern aus der Region initiiert. Aktueller Anlass war die Suche nach einem geeigneten Spender für die 18-jährige Rebecca aus Dornum.

Im DOC war am Sonntag ein Team von mehr als 200 Helfern den ganzen Tag damit beschäftigt, Daten aufzunehmen, Blutproben zu entnehmen und viele Fragen zu beantworten. „Es ist tatsächlich so, dass in vielen Köpfen noch diese schreckliche und falsche Vorstellung herrscht, dass für eine solche Spende Rückenmark entnommen wird“, sagte Bettina Steinbauer von der DKMS. Tatsächlich läuft es aber so ab, dass dem Spender bei der so genannten peripheren Entnahme je ein Zugang in die rechte und linke Armvene gelegt wird. Das auf der einen Seite entnommene Blut rotiert und die Stammzellen werden mit Hilfe eines Generators herausgefiltert. Anschließend wird dem Spender sein Blut über die Vene des anderen Arms wieder zugeführt. Der Vorgang dauert etwa vier Stunden. Eine weitere Variante ist die Entnahme der Stammzellen aus dem Beckenkamm. „Das wird aber nur noch in 20 Prozent der Fälle gemacht“, so Steinbauer.

Am kommenden Sonnabend gibt es eine weitere Typisierungsaktion in der Grundschule Dornum sowie am Mittwoch, 11. Juli, in der BBS in Papenburg. An beiden Tagen wird in der Zeit von 10 bis 16 Uhr typisiert.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Montag, 9. Juli, in der Ostfriesen-Zeitung.

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