Rheiderland
60 Fahrgäste täglich an der Neuen Straße

Weener - Es gibt erste Zahlen darüber, wie viele Fahrgäste an den Bushaltestellen in der Neuen Straße beim Krankenhaus und in der Norderstraße in Weener ein- und aussteigen. In der Neuen Straße sind es 60 Fahrgäste täglich, darunter 14 Schüler, in der Norderstraße am Hafen 25, darunter sieben Schüler. Diese Zahlen teilte Manfred Giese, Bauamtsleiter und Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, am Donnerstagabend im Bau- und Umweltausschuss mit. Es handele sich um aktuelle Zahlen, so Remmer Müller von der Weser-Ems-Busverkehr-GmbH, der Betreiberin der Linie, am Freitag auf Nachfrage der OZ. Allerdings seien sie nur hochgerechnet, gäben also allenfalls einen Trend wieder. Für eine richtige Auswertung müsste man jede einzelne Fahrt zu verschiedenen Zeitpunkten auszählen, sagt Müller.
Seit dem Fahrplanwechsel im August vergangenen Jahres fährt nur noch eine Buslinie durch die Altstadt von Weener – die Linie 620. Das sind 32 Busse täglich, jeweils 16 in einer Richtung und damit deutlich weniger als in den Vorjahren. SPD-Fraktionsvorsitzer Karlheinz Hinderks regte an, das Thema neu zu diskutieren. Man sollte sich alle möglichen Alternativen noch einmal durch den Kopf gehen lassen, sagte Hinderks. Ähnlich äußerte sich Hildegard Hinderks von der CDU-Ratsfraktion. Die Stadt sollte weitere Gespräche führen, um alle Karten auf dem Tisch zu haben, sagte sie.
Krankenhaus wäre stark von Schließung der Bushaltestelle betroffen
Anders sah das Heinrich-Friedrich Holtkamp, der ohne Stimmrecht im Bau- und Umweltausschuss sitzt. Die Stadt müsse jetzt Kante zeigen und nicht auf jeden Widerspruch reagieren. „Sonst diskutieren wir die Sache wieder kaputt“, sagte Holtkamp. Mitte Mai hatte der Bau- und Umweltausschuss einstimmig empfohlen, dass die Linienbusse aus der Altstadt verschwinden sollen. Die Haltestellen Norderstraße und Neue Straße sollen demnach wegfallen. Dagegen sprach sich jetzt der Krankenhausverein aus. Von der Schließung der Bushaltestelle an der Neuen Straße wäre das Krankenhaus stark betroffen, so der Verein. Zahlreiche Patienten und Besucher seien auf den Bus angewiesen.
Remmer Müller von der Weser-Ems-Busgesellschaft wehrt sich dagegen, kleinere Busse durch die Altstadt von Weener zu schicken. Das rechne sich nicht und sei praktisch gar nicht durchführbar. Im Gespräch war auch eine Verlegung der Bushaltestelle von Neuen Straße an die Bundesstraße. Das wäre aber nach den Worten von Frank Buchholz, dem Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich, schwierig. Dann wäre es unter Umständen nötig, eine Linksabbiegespur einzurichten, so Buchholz am Freitag auf Nachfrage der OZ.

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