Emden

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25.09.2012

Ministerin gibt Geld und einen heißen Tipp

Gute Stimmung in der Johannes-a-Lasco-Bibliothek (von links): die Bibliotheksleitung mit Dr. Jan Marius Lange van Ravenswaay und Wilhelm Neef, der CDU-Landtagskandidat Reinhard Hegewald, Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und CDU-Kreisvorsitzende Andrea Risius. Bild: Doden
Gute Stimmung in der Johannes-a-Lasco-Bibliothek (von links): die Bibliotheksleitung mit Dr. Jan Marius Lange van Ravenswaay und Wilhelm Neef, der CDU-Landtagskandidat Reinhard Hegewald, Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und CDU-Kreisvorsitzende Andrea Risius. Bild: Doden

Von Heiner Schröder

Prof. Dr. Johanna Wanka brachte gute Nachrichten mit nach Emden: Die Sanierung der A-Lasco-Bibliothek beginnt vielleicht schon bald. Das Land fördert die Arbeiten mit 127 000 Euro. Man möchte gerne noch mehr machen, vor allem in der Forschung. Aber da wartet das Ministerium auf Anträge.

Emden - Sie kam mit Geld, und sie möchte auch gerne noch mehr ausgeben: Niedersachsens Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (CDU) brachte am Montag bei einem Besuch der Johannes-a-Lasco-Bibliothek in Emden nicht nur die Zusage über 127 000 Euro für die Sanierung der Bibliothek mit. Sie forderte die Leitung auch auf, ruhig mehr Förderanträge an ihr Ministerium zu richten. Vor allem in der Forschung. „Aber da liegen uns derzeit keine entscheidungsreifen Anträge vor“, sagte Wanka.

Die Ministerin möchte mit ihrem Vorstoß die Forschungsarbeit über die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ankurbeln. Diese vergibt pro Jahr mehrere Milliarden Euro Zuschüsse. „Und wir als Land Niedersachsen zahlen dort ein. Ich möchte, dass wir an Forschungszuschüssen mehr herausbekommen, als wir hineingeben“, meinte Wanka und blickte dabei den wissenschaftlichen Leiter der Bibliothek an. Dr. Jan Marius Lange van Ravenswaay hatte ihr vorher vom länderübergreifenden Projekt erzählt, bei dem die Unterlagen der bedeutenden Synode von Dordrecht (1618 bis 1619) aufgearbeitet werden. Das sei finanziert, meinte Lange van Ravenswaay. Wanka ließ durchblicken, dass dabei auch ein Zuschuss über die DFG dringewesen wäre. Bei den nächsten Vorhaben wird die Bibliotheksleitung mit Lange van Ravenswaay und dem wirtschaftlichen Leiter Wilhelm Neef diese Anregung gerne aufgreifen. Das Reformationsjahr 2017 – dann jährt sich zum 500. Mal der Beginn der Reformation – spielt dabei eine besondere Rolle.

Die Freude über die finanzielle Unterstützung war groß

Die Ministerin setzt Hoffnungen in die Johannes-a-Lasco-Bibliothek. Und sie ist auch optimistisch: „Ich kann der Bibliotheksleitung nur ein Kompliment aussprechen. Ich habe den Eindruck, dass es wieder bergauf geht.“ Damit bezog sich Wanka auf die Krise der Bibliothek. Sie musste Ende 2008 aus finanziellen Gründen geschlossen werden. Erst im Mai 2010 konnte sie wieder geöffnet werden. Das personelle und wissenschaftliche Angebot der Zeit vor der Krise hat sie noch nicht wieder erreicht.

Am Montag war erst einmal die Freude groß, dass das Land den Zuschuss des Bundes in Höhe von 128 000 Euro mit den 127 000 Euro gegenfinanziert. Insgesamt stehen der Bibliothek damit 255 000 Euro für die Sanierung der 1995 eröffneten Bibliothek zur Verfügung. Mit dem Geld werden Fliesen repariert oder ausgetauscht, das teils rissige Mauerwerk ausgebessert, Fundamente saniert und Wasserschäden beseitigt. Für die Außenarbeiten muss die Bibliothek eingerüstet werden, während der Innenarbeiten muss sie einige Tage lang geschlossen werden. Neef hält dank der Zusage Wankas einen Beginn der Arbeiten noch in diesem Jahr für möglich. Er ist auch zuversichtlich, dass die Summe ausreicht: „Wir haben bei der Planung kleine Puffer eingebaut.“

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